Der Gamechanger zum Verhalten im Umgang mit Behörden und Beamten & 4 wichtige Tipps, die bei der Abmeldung aus Deutschland hilfreich sind

Der Gamechanger zum Verhalten im Umgang mit Behörden und Beamten & 4 wichtige Tipps, die bei der Abmeldung aus Deutschland hilfreich sind

„Sehr geehrter Herr… ähh… Wieso tun Sie das? Nein, nochmal neu… Aber ich weiß doch, dass es geht, wieso sehen Sie das nicht ein?.. Ääähh… nee, auch nicht. Wie schreib oder sag ich es denn am Besten?“ Was ist, wenn sich dein Gegenüber, der Behördenmensch, nicht für deine Argumente interessiert? Egal, ob bei deiner Abmeldung aus Deutschland, im Gespräch mit der Schulleitung deiner Kinder oder der Familienkasse. Hier geht’s um den Umgang mit Behörden und wie du mit Beamten sprechen kannst.

Zuerst einmal ein friendly reminder: Auch Behördenmenschen sind Menschen.

Was beim Verhalten mit deinen Mitmenschen gilt, gilt natürlich auch im Umgang mit Behörden und Beamten. Der Beamte ist auch nur ein Mensch. Auch wenn dir das manchmal schwer fällt zu glauben, wenn du ausbaden sollst, was dein zuständiger Sachbearbeiter/Beamter da von sich gibt, so ist es wirklich wirklich wirklich elementar wichtig, dass du dir immer wieder bewusst machst, dass dort kein Roboter sitzt, sondern ein Mensch.

Ein Mensch mit echten Gefühlen, der auch mal einen schlechten Tag hat oder durch eine schwere Phase seines Lebens geht. Vielleicht auch total frustriert in seinem Job ist, wenn dir und deinem Anliegen pure Ablehnung oder Langeweile am Telefon oder auch persönlich entgegen gebracht wird. Auch wenn er oder sie doch einfach nur den Job richtig machen soll. 😉

Und wer weiß, wieviele Menschen heute schon angerufen haben und sinnfreie Fragen gestellt haben, wie oft das Telefon schon klingelte und keine Zeit war, um andere Arbeiten zu erledigen oder ob das Klima unter den Kollegen grad einfach kacke ist. Ein bisschen Verständnis für uns alle gegenseitig im Alltag kann einfach nicht schaden.

Gut, wo wir uns das jetzt in Erinnerung gerufen haben, komm ich direkt auf den Punkt, um den es beim Umgang mit Behörden geht:

Der Gamechanger im Umgang mit Behörden: Wie du deinem Behördenmenschen freundlich mitteilst, was zu tun ist.

Ein fiktives Beispiel: Nehmen wir an, du möchtest der Schulleitung der Schule klar machen, dass keine Schulpflicht mehr für dein Kind besteht, weil du ausgewandert bist. Doch die Schulleitung beharrt darauf, dass dies Quatsch sei und sie versucht dir Druck zu machen, indem sie „deinen Fall“ an die Schulbehörden weiterreichen möchte, die wiederum das Jugendamt verständigen sollen.

Miese Situation: Es wird Druck aufgebaut und mit Macht gespielt. Und trotzdem weißt du, dass du das Recht hast, aus Deutschland auszuwandern und nicht gezwungen bist mit deinen Kindern in Deutschland zu bleiben. Der Umgang mit Behörden kann so schnell nervenaufreibend werden und mit deinen Urängsten spielen.

Je nach deiner persönlichen Situation entfällt nun die Schulpflicht (Wann entfällt die Schulpflicht?), aber die Schulleitung deines Kindes will das absolut nicht wahrhaben. Auch wenn du jetzt meinst, dass das doch gar nicht vorkommen kann, weil das doch alles geregelt ist. Doch, es kommt vor. Sehr häufig sogar.

Denn sobald sich jemand nicht ganz sicher ist, ob du oder er/sie selbst Recht hat, wird lieber erstmal angelehnt aus der Sorge heraus, dass falsch entschieden wird und wie hier die Schulleitung ihre eigene Karriere riskiert. „Nein“ ist somit erstmal die sicherste Antwort. Nicht unbedingt die richtige.

Verhalten im Umgang mit Behörden und Beamten
Im Behördenkontakt kann es schnell zu stressigen Situationen kommen, die Druck erzeugen und ein Machtgefälle offenbaren.

Wie gehst du jetzt im ersten Schritt mit der Aussage um, dass du nicht auswandern darfst, weil deine Kinder weiterhin schulpflichtig wären? Wie gehst du das Gespräch mit der Schulleitung an?

Was du nicht tun solltest im Umgang mit Behörden

Was wohl nach dem direkten Aufgeben des Vorhabens einer der weiteren Impulse vieler Menschen ist, ist das entsprechende Gesetz auf den Tisch zu knallen und zu sagen „Sehen Sie! Ich darf!“.

Doch tu das besser nicht (direkt zu Beginn). Auch dann nicht, wenn das sich vielleicht richtig gut anfühlen würde für dich, würde ich darauf verzichten. Wieso das? Weil alle Menschen wertgeschätzt werden wollen. Insbesondere diejenigen, die sich in einer Position befinden, in der sie manchmal meinen, über dich und dein Leben Entscheidungen treffen zu können.

Kaum jemand mag belehrt werden. (Huch komisch, trotzdem senden die meisten Menschen ihre Kids in Schulen, damit genau das passiert. Spannend.) Auf Belehrungen reagieren viele Menschen aggressiv, insbesondere dann, wenn sie sich in einer Position befinden, in der sie meinen andere belehren zu können. Sie fühlen sich in die Ecke gedrängt, wenn du ihre Ahnungslosigkeit offen legst. Geh in dich hinein und überlege, wie du selbst reagieren würdest, wenn dir jemand indirekt oder direkt sagt, dass du deinen Job wahrlich schlecht machst und nicht weißt, was du tust.

Aggression ist kein guter Ausgangspunkt für ein friedlich verlaufendes Gespräch, aus dem beide zufrieden herausgehen möchten. Ich denke, das ist uns allen klar und so lange wir uns noch nicht in einer festgefahrenen Situation befinden (kommunikativ), finde ich es wichtig, dass wir auch nicht in eine solche Situation hinein lenken.

Was du stattdessen tun kannst im Umgang mit Behörden

Zeige der Schulleitung (oder eben dem x-beliebigen Gegenüber in der Behörde), dass du seine oder ihre Meinung und Expertise wertschätzt, indem du sie oder ihn ganz einfach darum bittest. Worum bittest?

Um ihre Meinung!

Wie stellst du das an, damit dein Gegenüber auch zum selben Schluss kommen kann wie du?

Du machst dir erstmal bewusst, dass deine Situation keine übliche und tagtäglich vorkommende ist und dein Gegenüber sich vermutlich noch nie mit dieser Situation und den entsprechenden Gesetzen beschäftigt hat. Ja, auch wenn das der Job ist. D.h. er oder sie kennt sehr wahrscheinlich den Abschnitt oder Gesetzestext, auf den du anspielst, gar nicht. Auch wenn wir meinen, dass Abmeldungen aus Deutschland und alles, was damit einhergeht, doch oft vorkommen müsste, so ist das ofensichtlich nicht der Fall, da sich viele Beamte dem Prozedere nicht selten hilflos gegenüber sehen.

Ich empfehle in diesen Fällen eine Fragetechnik anzuwenden. Du hast natürlich den entsprechenden Gesetzestext dabei (oder per Mail mitgeschickt oder vorliegen im Falle eines Telefonats) und bittest dein Gegenüber nun freundlich und mit ehrlichem Interesse (!) um seine/ihre Meinung zu dem fraglichen Text.

„Herr/Frau XY, vielleicht haben wir uns missverstanden. Könnten Sie mir sagen, wie Sie diesen Text/Paragraph ABC verstehen?“

Was passiert in deinem Gegenüber, wenn du das ganze als Frage formulierst?

Die Schulleitung in unserem Beispiel hat jetzt die Möglichkeit ihr Gesicht zu wahren. Sie muss nicht zugeben, dass sie keine Ahnung hat und muss deshalb auch nicht aggressiv reagieren, wenn sie spürt, dass sie keine Ahnung hat. Sie kann sich mit dem Paragraphen auseinandersetzen und fühlt sich selbst und ihre Meinung wertgeschätzt.

Jetzt kann sie sich objektiv und nicht aus einer Verteidigungsstrategie heraus dem Inhalt des fraglichen Paragraphen zuwenden und ist viel offener für die möglichen Interpretationen.

Es passiert folgendes:

Entweder kommt sie zu dem selben Schluss wie du. Du bist zufrieden, weil jetzt wieder alles läuft und die Schulleitung ist zufrieden, weil sie keine Sorge mehr haben muss, dass sie gegen ein Gesetz verstößt, das sie mit eigenen Augen gelesen hat. Sie weiß, dass dein Handeln okay ist.

Oder sie kommt nicht zu dem selben Schluss wie du. Zu welchem Schluss sie kommt, wird sie dir sehr wahrscheinlich oder auf deine Nachfrage erklären. Auch wenn dich das erstmal enttäuscht, hast du jetzt die Möglichkeit, eine Begründung zu erhalten und bekommst die Chance, diese zu entkräften.
Oftmals spielt sich im Kopf deines Gegenübers ein Film ab, den du gar nicht kennst und auf den du logischerweise nicht reagieren kannst, wenn du nicht weißt, was dort im Kopf gespielt wird.

Auf noch immer wertschätzende Art und Weise kannst du dieses Gespräch nun fortsetzen und steckst nicht gleich nach den ersten Sätzen in einem Streitgespräch, das so sinnlos wie ziellos ist.

Gib deinem Gegenüber auch die Zeit und Möglichkeit, sich länger oder gemeinsam mit Kollegen mit dem Sachverhalt auseinanderzusetzen.

Weitere Tipps im Umgang mit Behörden und Beamten

  1. Unhöflichkeit abwenden: Wenn du an einen Menschen in einer Behörde gerätst, der trotz deiner ehrlichen Freundlichkeit unhöflich wird, darfst du ihn oder sie gerne darauf hinweisen, dass dies nicht in Ordnung ist. Ändert sich nichts am Verhalten, kannst du eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Dabei geht es nur darum, dass das Fehlverhalten des Beamten dir gegenüber gerügt wird.
    Eine Fachaufsichtsbeschwerde hingegen bezieht sich auf die Rechtmäßigkeit einer konkreten Entscheidung.
  2. Lass dir alles schriftlich geben. Mit mündlichen Aussagen über Entscheidungen, was möglich ist und was nicht möglich sein soll, solltest du dich nicht zufrieden geben. Zu häufig habe ich schon miterlebt, dass Versprechungen und Zusagen gemacht wurden, auf Grund derer Familien ihre Auswanderung oder Reise planten. Bei manchen mit der Folge, dass sie nun plötzlich ein Verfahren am Hals hatten, weil man sich in der Behörde urplötzlich nicht mehr an statt gefundene Gespräche erinnern konnte.
    Wenn dir etwas mündlich am Telefon zugesagt wird, schreibe direkt im Anschluss eine e-Mail an deinen Gesprächspartner. Du kannst dich freundlich bedanken für das nette Gespräch und wiederholst schriftlich, zu welchem Ergebnis ihr im Gespräch gekommen seid. Nun bittest du um schriftliche Bestätigung.
  3. Der Kopierer ist der Freund. Auch wenns nervig ist: Mach von allen ausgefüllten Formularen Kopien, so dass du jeder Zeit weißt, welche Angaben du wem wann gemacht hast.
  4. Einreichen von Unterlagen: Solltest du Unterlagen nicht elektronisch, sondern auf dem Postweg einsenden, nutze dazu die etwas kostenintensivere Form des Einschreibens mit Rückschein. So kannst du im Nachhinein belegen, dass deine Unterlagen eingegangen sind, sollte dir gegenteiliges vorgeworfen werden. Noch besser ist, wenn du selbst oder ein Bote deine Unterlagen persönlich vorlegst bzw. abgibst und der Empfang direkt schriftlich festgehalten wird.

Erzähl hier in den Kommentaren gerne, was dir im Umgang mit Behörden bisher am besten geholfen hat!

Sozialisation: psychische Gewalt unter Kindern

Sozialisation: psychische Gewalt unter Kindern

Der Dauerbrenner „Sozialisation“ in Bezug auf psychische Gewalt als Konfliktlösung. Nicht nur unter reisenden Kindern und Schulkindern betrachtet, aber auch.

Lange lag dieser Artikel als Entwurf rum. Der richtige Zeitpunkt war noch nicht gekommen. Doch jetzt ist er da. Sehr wahrscheinlich wird dir nicht alles gefallen, was du hier zum Thema psychische Gewalt lesen wirst. Nicht wenige werden sich auf den Schlips getreten fühlen. Das bleibt nicht aus, doch mit umso mehr Klarheit kann ich heute dazu stehen, was ich hier sage und was für einige sehr konträr klingt zu ihrer Realität von einem Leben und einer Kindheit in Freiheit.

Denn anzunehmen, was ich hier über psychische Gewalt zu sagen habe, würde für viele bedeuten, dass man selbst aktiv werden müsste und sich eventuell eingesteht, diesen Punkt bisher außer Acht gelassen zu haben. Sowas tut weh, ganz besonders dann, wenn es um die eigenen Kinder geht. I get you.
Hab ich auch durch. Schuldig.

Doch lass uns starten:
Meine Kinder sind nicht sozialisiert. Genau wie alle anderen Kinder und die meisten Menschen auf dieser Welt auch nicht. Wenn man denn die Sozialisation als einen Prozess betrachtet und nicht als einen Zustand, der ruckzuck erreicht werden kann – praktisch einmal geschnipst, fertig sozialisiert.

“Sozialisation ist demnach die Anpassung an gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmuster durch Verinnerlichung von sozialen Normen.”

Wikipedia

Zu dieser Anpassungsphase (dem Prozess) zählt natürlich auch das Verhalten in der Konfliktbewältigung.

Was ist gesellschaftlich in Konflikten akzeptiert, was nicht? Knallst du dein Gegenüber direkt ab, ist das natürlich (?) nicht akzeptiert. Auch der allseits beliebte “Schlag in die Fresse” unter erwachsenen Männchen, den sich laut Faustinhaber so mancher verdient habe, ist kein gutes Beispiel für gelungene Sozialisation. Hierbei handelt es sich um asoziales – von den gesellschaftlichen Normen abweichendes – Verhalten.

Damit junge Menschen schon früh die gesellschaftlichen Normen kennenlernen, wird die Verantwortung für die Sozialisation der eigenen Kinder in Deutschland gerne komplett an Institutionen wie Schule und Kita abgegeben. Auch der Staat selbst sieht die Sozialisation als sein Gebiet an. Durch die Schulpflicht bzw. die Schulgebäudeanwesenheitspflicht wird die Schule damit tatsächlich zu einem Ort der Sozialisation, da sich ein großer Teil des Tages eines Schulkindes in der Schule abspielt. Ähnliches passiert schon im Kindergarten. Der Lebensstil vieler Menschen kann nur aufrecht erhalten werden, wenn beide Partner arbeiten gehen und oft fehlt schlichtweg „das Dorf“, das gebraucht wird, um Kinder großzuziehen. Also geht das Kind mit allerspätestens drei Jahren in den Kindergarten, in dem es „sozialisiert wird“.

Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die bemängeln, dass ein Großteil des Tages eines Kindes außerhalb der Familie stattfindet. Denn dieses System der Zwangsbeschulung und damit Zwangssozialisation kann und will die Verantwortung für das Outcome der Zwangssozialisation gar nicht tragen. Ein Dilemma…?! Brainfuck!

Genau deshalb werden Kinder heutzutage immer öfter aus Schulen und Kitas genommen. Auch Familien, deren Kinder freilernen oder im Homeschooling sind, führen oft den Punkt der Sozialisation als Aspekt ihres Lebensweges an. Sie möchten ihre Kinder vor der schulischen Sozialisation schützen.

Mehr dazu: Sozialisation: Wie gut sind Freilerner wirklich sozialisiert?

Konfliktbewältigung: Physische und psychische Gewalt – was ist erlaubt?

Wo die Grenzen zwischen sozial und asozial heute verlaufen, kann ich gar nicht sicher sagen. Sie scheinen auch von Individuum zu Individuum anders interpretiert zu werden. Das ist okay. Ich stütze mich in meinen folgenden Aussagen, auf meine persönlichen Erfahrungen und Wünsche für eine bessere Zukunft, in der es um Verbindung unter Menschen geht und wo nicht noch tiefere Gräben zwischen Menschen gezogen werden.

Ein Grundsatz der Konfliktlösung in der westlichen Gesellschaft

Eine Maxime bei der Konfliktbewältigung ist oft, dass körperliche Aktionen unter Kindern wie Hauen, Schubsen, Treten als asozial eingestuft werden.

Sind sich die Eltern relativ sicher, dass das eigene Kind keine dieser körperlichen Strategien (mehr) nutzt, wird es als sozialisiert betrachtet. Man klopft sich auf die Schulter und das Thema wird abgehakt. Salopp gesagt.

Zumindest muss ich irgendwie zu diesem Eindruck kommen, wenn ich mich mit meinen Kindern unter andere mische, egal ob Schulkinder, Freilerner, Kindergartenkinder oder kindergartenfreie Kids. Es ist alles erlaubt, aber wehe, ein Kind hebt die Hand, um auszuholen!

Nein, mir geht es ganz und gar nicht darum, körperliche Gewalt zu verharmlosen. Hauen ist kacke. Körperliche Gewalt ist kacke.

Ich weiß das, denn ich habe ein Kind, das sehr lange auf diese körperlichen Strategien zurückgegriffen hat und es bei einigen anderen Kids noch ab und an tut. Nicht, weil wir es als Eltern vermöbelt hätten oder körperliche Gewalt in unserer Familie Standard wäre (dieser Vorwurf schwebt schnell im Raum, denn “Irgendwoher muss es das ja haben!”, richtig?), sondern weil er als eher spät sprechendes Kind noch keine andere Strategie verinnerlicht hatte, die ihn wirklich weiter brachte, wenn er eine Grenze ziehen wollte.

Denn genau das ist es: Wenn Kinder (insbesondere junge Kinder) hauen oder anders körperlich auffallen, dann steckt dahinter nicht die Absicht zu verletzen. Es dient dazu, Unwillen kund zu tun, dem Ärger Ausdruck zu verleihen und vor allem eine Grenze zu ziehen, die anders noch nicht kommuniziert werden kann. Dass die Art und Weise nicht als sozial gilt, ist spürbar.

Evolutionsbiologisch betrachtet ist körperliche Gewalt eine gängige Strategie und für Säugetiere überlebenswichtig. Dieses Verhalten ist unter jungen Kindern also schlichtweg normal. Nein, ich sage nicht an dieser Stelle, dass es okay ist. Ich sage, es ist normal, aber schlichtweg nicht mehr notwendig, weil es Strategien gibt, die sich heutzutage besser eignen, um einen Konflikt zu lösen oder mit unangenehmen Gefühlen umzugehen.

Andere Eltern erwarten häufig verständlicherweise, dass wir unserem körperlich agierendem Kind zu verstehen geben, dass dieses Verhalten nicht okay ist. So weit, so gut erstmal.

Psychische Gewalt in Schulen und auf Reisen

Ich sah mich immer wieder in der Situation, dass ich mein Kind besonders intensiv begleiten musste, im Gegensatz zu Eltern, deren Kids nicht körperlich wurden. In der Zeit, in der ich so intensiv begleitet habe (und immer noch begleite) und ihm mit meiner Sprache geholfen habe, seine Konflikte möglichst nicht körperlich zu klären, habe ich etwas gelernt, was ich nicht vermutete.

Zuerst dachte ich, ich begleite ihn auch zum Schutz der anderen Kinder. Ich kenne seine “Trigger”, kann ihn lesen und weiß, was ihn auf die Palme bringt.

Doch ich entdeckte für mich etwas ganz anderes: Ich war nicht nur zum Helfen dabei.

Ich war dabei, um mein eigenes Kind vor psychischer Gewalt zu schützen.

Die gleichen Kinder, die als sozialisiert gelten, weil sie eben im Konflikt nicht als Erster hauen, treten, schubsen (höchstens als „Verteidigung“), wenden nicht selten psychische Gewalt an, wenn sie sich überfordert fühlen mit einer Konfliktsituation oder ihren eigenen Gefühlen.

Denn hier liegt der Knackpunkt: Die meisten Eltern, Betreuer, Lehrkräfte bekommen erst mit, dass es überhaupt einen Konflikt gibt, wenn eines der Kinder weint, nachdem körperliche Gewalt angewendet wurde. Dann schauen sie, dann wird analysiert, was bei dem hauenden Kind alles falsch gelaufen sein muss. Was vorher alles von ihnen unbemerkt abgeht, das ist nicht Teil ihrer Welt. Ich erlebte nun also hautnah, wie beleidigt, bedroht, sozial ausgegrenzt, über andere bestimmt u.s.w. wird.
Und sind wir mal ehrlich, eigentlich wissen wir das alle, oder?
Das ist psychische Gewalt.

Nein, Kinder, die psychische Gewalt anwenden, sind keine schlechten Menschen. Sie haben nur ebenso noch keine Strategien erlernt, die ihnen erlauben, ihre Konflikte zu lösen, ohne psychische Gewalt anzuwenden. Ist das sozial?

Ich war ziemlich überrascht. Ich hatte nämlich gedacht, dass Familien, die ihren Kindern ein freieres Leben ermöglichen wollen, sich über diesen Aspekt der psychischen Gewalt bewusst sind und diese ebenso begleiten, wie wir selbst es tun. Ich erwartete also das gleiche von anderen Eltern, was diese von mir erwarten, nämlich, dass sie – ebenso wie ich bei meinem Kind – auf ihr Kind eingehen, seine Überforderung und Hilflosigkeit sehen und ihm z. B. sprachliche Alternativen anbieten. Das war zu viel erwartet. Das weiß ich heute.

Psychische Gewalt ist Verletzung. Die Narben dieser Verletzungen befinden sich nur nicht auf der Haut, sondern auf dem Herzen.

Physische vs. psychische Gewalt: Zwei Begriffe, ein Auslöser

Körperliche Gewalt unter Kindern wird am Häufigsten zur Verteidigung eingesetzt, um Grenzen zu ziehen, z.B auch dann, wenn sie selbst psychische Gewalt erleben. Diese Menschen sind keinesfalls die „fehl sozialisierten“ Kids, für die sie von so manchen Eltern gehalten werden, sondern meist sehr sensible Menschen, die schnell überwältigt sind von den Schmerzen, die die psychische Gewalt bei ihnen auslöst. In diesen Kindern geht das gleiche ab, das auch in einem Kind los ist, das psychische Gewalt anwendet und sagt „Du darfst nicht (mehr) mitspielen!“ oder „Du bist nicht mehr mein Freund.“ und Ähnliches. Beide ziehen eine Grenze.

Verständnis bekommen diese Kinder, die körperliche Gewalt anwenden, aber nur selten. Ihr Verhalten wird entweder zum Objekt gemacht, wie auf einem Seziertisch und in der nettesten Form als „spannend“ bezeichnet, direkt abgewertet oder es werden Stempel aufgedrückt. Ohne Bewertung einfach akzeptiert zu werden, ist für viele leider keine Option. Bei psychischer Gewalt ist das anders:

Ist psychische Gewalt sozial?

Warum zählt psychische Gewalt aus Sicht vieler Eltern zu sozialem Verhalten, wenn sie doch denselben Ursprung hat wie körperliche Gewalt? Dieselbe Hilflosigkeit und derselbe Versuch, eine Grenze zu ziehen oder mit den eigenen Gefühle umzugehen?

Denn würde psychische Gewalt als asozial gelten, würden sie ja ebenso bemängelt werden wie körperliche Gewalt, oder nicht? Doch psychische Gewalt ist unsichtbar für diejenigen, die sie nicht sehen wollen.

  • “Aber das sind doch nur Kinder, das ist doch keine psychische Gewalt.”,
  • “Kinder sind halt so.“,
  • „In diesem Alter gibt es noch kein Mobbing.“
  • „Die meinen das doch gar nicht so.”,
  • “Die meinen doch was ganz anderes, wenn sie sowas sagen, das darf man doch nicht ernst nehmen.”,
  • „Das muss man aussitzen und einfach aushalten lernen, dass andere so sind.“ oder auch
  • “Sie hat damit gesagt, dass sie das nicht will und das akzeptiere ich. Nein heißt halt nein.” *

    *An dieser Stelle: Dass „Nein“ auch Nein heißt ist grundsätzlich nachvollziehbar und steht nicht zur Debatte. Trotz allem wird das „Nein“-sagende Kind in seiner Hilflosigkeit, seine Grenze oder sein Problem mit der Situation angemessen zu kommunizieren, alleine gelassen. Denn hinter jeder sozialen Ausgrenzung („Du darfst nicht mitspielen!“) und jedem Kontaktabbruch durch Sprache („Du bist nicht mehr meine Freundin!“) steht ein Grund, für den sich die meisten Eltern meiner Erfahrung nach gar nicht interessieren. Haut ein Kind aber, wollen alle den Grund wissen und analysieren, was bei diesem Kind nun falsch gelaufen ist. Alle Menschen suchen Verbindung zu anderen und Kinder ganz besonders. Bestärken wir unsere Kids aber im Gräben ziehen, indem uns einfach nicht interessiert, warum unser Kind Nein gesagt hat, fördern wir das Gegenteil von Verbindung.

Diese und weitere Kommentare höre ich dann, wenn ich den Umstand der psychischen Gewalt aufwerfe und z. B. kritisiere, dass es gesellschaftlich anerkannt zu sein scheint, dass ein Kind “Jetzt bist du nicht mehr mein Freund” sagt, aber nicht jedoch, dass ein Kind zuhaut und dabei so ziemlich genau das gleiche ausdrücken will. Nämlich sehr oft inhaltlich sowas wie “Mir gefällt nicht, wie sich die Situation entwickelt hat.” oder „Diese Situation fühlt sich nicht angenehm an.“

Natürlich meinen die das nicht so, dass sie keine Freunde mehr sein wollen oder nicht mehr gemeinsam spielen. Genauso wenig wie ein Kind, das haut, körperlich verletzen will. Sie sagen und tun das aus Überforderung und Hilflosigkeit mangels Verinnerlichung, wie es für alle angenehmer wäre.

Warum zur Hölle werden sie dabei nicht begleitet?

Warum geht kein Erwachsener gemeinsam mit dem Kind seinen Gefühlen auf den Grund, die es dazu veranlasst, die Verbindung zu dem anderen Kind plötzlich abzubrechen?

Warum zählt der schmerzende Popo, wenn man geschubst wurde, mehr als die seelische Verletzung, wenn man verbal geschubst wird?

Warum wird eine Entschuldigung von dem hauenden Kind verlangt und die Entscheidung eines Kindes wortlos akzeptiert, das ein anderes Kind ausgrenzt (ohne nach Gründen zu forschen)?

Warum wird im Streitfall zwischen Kindern das Hauptaugenmerk auf das hauende Kind gelegt, während dem anderen Kind signalisiert wird (indem es nicht adressiert wird), dass es z. B. okay ist, Drohungen auszusprechen?

Warum kann man sich nicht beiden zuwenden und mal zuhören, was sie brauchen?

Eltern würden erkennen, dass da Bedürfnisse und Wünsche unter diesen Worten liegen, die meistens nichts damit zu tun haben, dass sie Kind XY “einfach plötzlich nicht mehr mögen”. Meist ist eine Kleinigkeit vorher vorgefallen, die sich oft schnell lösen lässt (sogar von den Kindern selbst), wenn man denn gewillt ist, hinzuschauen. Und damit die Kinder wieder in Verbindung zu bringen und sich ihrer eigenen Gefühle bewusst zu werden.

Dies passiert nicht und daher muss ich annehmen, dass psychische Gewalt als sozial akzeptiert gilt.

Sich in jeden Kinderstreit einmischen? Wirklich? Kinder erziehen doch Kinder!

Nein, es geht mir nicht darum, Kindern bei jeder kleinen Streitigkeit dazwischenzufunken. Sie müssen selbstverständlich ihre Erfahrungen machen, indem sie gemeinsam nach einer Lösung suchen, sich versöhnen und manchmal auch feststellen, dass sie besser getrennte Wege gehen.

Es geht darum, dass wir Erwachsenen verstehen, dass psychische Gewalt nicht schlimmer oder harmloser ist, als die körperliche. Dass wir verstehen, dass wir die eine zulassen und die andere nicht, obwohl beide Ausdruck desselben sind. Es geht darum, dass wir das vorleben müssen, was wir uns für unsere Kinder wünschen. Das bedeutet, dass wir als Eltern ganz besonders deutlich hinhören müssen, um herauszufinden, ob und wann unsere psychische Gewalt einsetzen und warum.

Das aktuelle Prinzip in heutigen Einrichtungen: „Kinder erziehen Kinder“

Wir erleben heutzutage das Prinzip von „Kinder erziehen Kinder“ in Kitas, Schulen und auch sehr beliebt unter reisenden Familien. Dabei geht es darum, dass Kinder selbstständig Lösungswege finden für ihre Konfliktsituationen, sie lernen Kompromisse zu schließen, Aggressionskontrolle, aber auch positive wie negative Sanktionierung fallen hier herein – zu Deutsch Lob und Strafe: wer sich „gut“ verhält, bekommt dafür Lob von der Gruppe („Wenn du …, dann darfst du mitspielen“), wer sich „schlecht“ verhält, bekommt dafür Strafe („Du darfst nicht (mehr) mitspielen.“). Psychische Gewalt ist hier Mittel zum Zweck, demnach sehr wohl erwünscht.

Von Erwachsenen wird hier erwartet, dass sie sich bei Konflikten (mit psychischer Gewalt) passiv verhalten und auf die Fähigkeiten der Kinder zur Selbstregulation vertrauen. Dieses Prinzip passt sehr gut in unser heutiges System, da es den Arbeitsaufwand für das betreuende Personal klein hält und das Outcome (also was die Kinder dabei lernen) direkt dafür sorgt, dass sich dieses System selbst erhält, das von Bewertung, Lob und Tadel wie in Schule und Arbeitsleben lebt. Dasselbe erleben wir mit Schule. Die Schule erschafft Bürger, die das System Schule aufrecht erhalten. (Mehr zu Schulkritik: Deschooling – Essentieller Prozess)

Nachkriegszeit und Wiederaufbau haben diesem Prinzip den perfekten Nährboden geliefert, weil sowieso niemand da war, der sich hätte um Emotionen und Konflikte seiner Kinder kümmern können. Kinder mussten damit alleine fertig werden, obwohl sie noch gar nicht die biologische Reife dafür besaßen.

Die Falle, in die so manche Familie mit alternativem Lebensstil tappt:

Was beim „Kinder erziehen Kinder“-Prinzip so wunderbar frei klingt, hat es meiner Meinung nach ganz schön in sich. Denn die gleichen Familien, die sich frei von all den Werten und Normen unserer westlichen Gesellschaft machen wollen, die reisen, die ihre Kinder frei aufwachsen lassen möchten, die sich hart dafür einsetzen, dass Bewertungen, wozu auch Lob und Strafe gehören, abgeschafft gehören, die sich unter den Begriffen „unerzogen“ und „bindungs- und beziehungsorientiert“ tummeln, erkennen nicht, wie sie genau diese von ihnen nicht erwünschten Mechanismen füttern, wenn sie meinen, dass (gleichaltrige) Kinder sich gegenseitig erziehen und dabei psychische Gewalt unbegleitet und unkommentiert lassen.

Das Prinzip von Kinder erziehen Kinder ermöglicht es, genau diese herrschenden Strukturen, die viele von uns abschaffen wollen, durch unsere eigenen Kinder erst noch zu festigen. Wenn wir in einer Gesellschaft ohne Bewertung, Strafe, Manipulation, Druck etc. leben wollen, warum sollten wir ein Prinzip in der Konfliktbewältigung verfolgen, dass genau diese erschafft und beibehält? Wie können wir erwarten, dass unsere Kinder als Erwachsene wissen sollen, dass Ausgrenzung, Erpressung, Drohen usw. scheiße ist, wenn wir ihnen durch unsere Passivität bereits in ihrer Kindheit beibringen, dass diese Dinge funktionieren und eine geeignete Strategie sind, um Ziele zu erreichen?

Ein Gedankenspiel:
Bist du davon überzeugt, dass das Prinzip von Kinder erziehen Kinder geeignet ist, um eine Gesellschaft zu formen, die endlich all ihre alten, krankhaften Muster hinter sich lässt und deine Kinder zu freieren Menschen macht? Falls ja, warum ist körperliche Gewalt weiterhin ein rotes Tuch für dich, nachdem du ja weißt, dass sie den selben Ursprung haben, nur ein anderes Gewand? Um konsequent diesem Prinzip zu folgen, ist körperliche Gewalt unter Kindern auch eine Art der selbstregulierten Konfliktlösung und bestens geeignet, um negativ zu sanktionieren, ebenso wie psychische Gewalt… nur ein Gedankenspiel.

Warum gehen wir nicht einen Schritt weiter und wachsen?

Wieso verfolgen wir kein Prinzip in der Konfliktbewältigung, das diejenigen Werte inne hat, die wir uns für eine Welt, in der unsere Kinder leben werden, wünschen? Ich für meinen Teil wünsche mir, dass meine Kinder in einer Welt leben werden, in der u.a. Verständnis, Empathie, Verbindung, Gemeinschaft, Gleichwertigkeit wichtige Werte sind. Wenn ich diese Werte nicht mit meinen Kindern schon in ihrer Kindheit lebe, woher sollen sie dann kommen? Wenn ich psychische Gewalt ablehne, warum sollte ich sie in der Kindheit unbegleitet und unkommentiert lassen?

Wie Konfliktbewältigung aussehen kann:

Wird ein Kind aufgrund von körperlicher Gewalt beiseite genommen, weil es geschubst hat und es wird daran gearbeitet, dass es eine neue Strategie verinnerlicht, die eben keine körperliche Gewalt oder anderweitige Verletzung hervorruft, so sollte dies ebenso für das Kind gelten, das psychische Gewalt aussendet.

Wie könnte sowas dann aussehen? Sobald Eltern davon hören, z. B. vom eigenen Kind oder von anderen Eltern, dass das eigene Kind psychische Gewalt ausgesendet hat (was eher im Nachhinein ist, weil unsichtbar – man muss also sehen wollen und begleiten), ist den Eltern möglicherweise daran gelegen, zu erfahren, was dazu führte. Mich persönlich interessiert es, wenn mein Kind ein anderes ausschließt und ich möchte erfahren, was es dazu brachte, da es ja offensichtlich einen Konflikt in dieser Situation in sich trägt. Wie ist das bei dir?

Es geht hier nicht darum, dass wir als Eltern unseren Kindern jeglichen Schmerz nehmen oder sie anschreien, sondern darum, dass sie sich verstanden fühlen, dass sie lernen, wie und wo sich welche Gefühle anfühlen (kein Wunder, dass die meisten Menschen heutzutage kaum mit ihren Gefühlen umgehen können), die man sich erstmal bewusst machen muss. Dass Gefühle kommen und gehen und sich manchmal nicht gut anfühlen können. Dann können wir die Gefühle beim nächsten Mal leichter erkennen und lernen sie zu benennen und auszudrücken, ohne dabei andere zu verletzen.

Ohne körperliche oder psychische Gewalt auszusenden.

Das ist ein Prozess und noch dazu einer, der viele Jahre und viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Wenn dieser wichtige Teil des Sprechens (und ich meine nicht tot labern, sondern altersgerechte Sprache) und Fühlens ausbleibt, können wir nicht erwarten, dass unsere Kinder als Erwachsene wie selbstverständlich über ihre Gefühle sprechen können und auch Gefühle in anderen Menschen erkennen.

Was passiert, wenn wir psychische Gewalt nicht adressieren?

Am das besser visualisieren zu könne, hier ein Beispiel:
Eine Gruppe von drei Kindern spielen. Ein Kind schreit auf, denn es wurde von einem anderen umgeschubst und hat sich dabei weh getan. Eltern horchen auf. Das geschubste Kind wird getröstet. Das schubsende Kind wird verbal, oft gleich von mehreren Eltern, zurechtgewiesen. Kann auch auf freundliche Weise passieren, was aber nicht immer einen großen Unterschied macht. Denn:

Wenn sich kein Elternteil dafür interessiert, was vor dem Schubsen passiert ist, findet auch niemand raus, dass die Kinder sich um etwas gestritten haben, z. B. um einen Platz („Das ist meiner, du darfst hier nicht sein.“), einen Stock („Gib den sofort wieder her, ich hatte ihn zuerst!“) oder auch einfach, um ihre eigenen Wahrheiten wie „Ich bin viel schneller als du!“. Auch Drohungen wie „Wenn du nicht xy machst, dann mach ich xy kaputt“! oder weitere Ausgrenzungen wie „Geh weg, du darfst nicht mitspielen.“, „Hier dürfen nur Große/nur Kleine spielen“ u.s.w. können Streit auslösen. Bis hier hin kommen einige Eltern noch mit.

Und dann ist Ende. Das schubsende Kind wird zurechtgewiesen, denn dieses Verhalten wird von niemandem akzeptiert. Doch egal, wie freundlich, verbindend und wohl gesonnen sich dem schubsenden Kind genähert wird: Wenn sich zeitgleich niemand den anderen Kids annimmt und sie nicht in ihrer Hilflosigkeit gesehen werden, die zur Anwendung psychischer Gewalt aus Ermangelung anderer Strategien führte, wird ihnen signalisiert: Das schubsende Kind hat sich falsch verhalten. Und hinter dieser Message steckt noch eine weitere, nämlich:

Ich habe mich richtig verhalten, denn niemand äußert sich zu meinem Verhalten.

So lernen Kinder durch die Passivität ihrer Eltern, dass psychische Gewalt akzeptiert wird und körperliche nicht.

Warum ist psychische Gewalt sozial akzeptiert?

Ich erlebe, dass sowohl Eltern von Schulkindern auf Spielplätzen, aber auch Eltern von Freilernern und anderen reisenden Kindern ihre Kinder teilweise dafür feiern, dass sie andere verbal verletzen. Denn immerhin hauen sie nicht, richtig? 😉

Woher kommt das? Ich kann nur vermuten, dass es aus dem Denken entsteht, dass es mega wichtig ist, heutzutage “Nein” sagen zu können. Damit sie sich später “nichts gefallen lassen”, sich durchsetzen können. Das ist wichtig, um in dieser Gesellschaft zurechtzukommen. Also im Grunde genau das, was Sozialisation erreichen soll, oder? Wie praktisch. Also doch alles erreicht?

Ich bekomme auch den Eindruck, dass Traumata der Eltern eine Rolle spielen (wie bei uns allen natürlich). Viele von uns haben nicht gelernt, unsere Grenzen zu kommunizieren. Da macht es uns umso glücklicher, wenn unsere Kinder das tun. Ohne hinzuschauen, wie sie das tun (außer körperlich natürlich, denn das wurde bereits in unserer Kindheit bestraft!).

Gefällt dir diese Gesellschaft? Was meinst du, warum psychische Gewalt akzeptiert wird?

Mein Fazit zu psychischer Gewalt unter Kindern

Kennst du dein eigenes Konfliktverhalten? Zu Menschen, mit denen wir unterschiedlicher Meinung sind oder die mal was gesagt haben, was uns nicht so in den Kram passte, brechen viele von uns den Kontakt ab oder minimieren ihn soweit möglich. Warum tun wir das? Weil wir keine Ahnung haben, wie man mit Konflikten umgeht. Wir haben gelernt, dass sozialer Ausschluss (in diesen Fällen schließen wir andere aus unserem Leben aus) funktioniert. Es ist ein leichtes und gewohntes Mittel, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen, um ein Gefühl nicht fühlen zu müssen. Doch was wäre, wenn wir in Verbindung blieben?

Wenn wir weg wollen von psychisch erkrankten Jugendlichen, von Skrupellosigkeit im Erwachsenenalter und hin zu mehr Wärme, Verständnis und Menschlichkeit, mehr Verbindung, Empathie und mehr Miteinander, müssen wir unseren Kindern die erforderlichen Werkzeuge genau dafür an die Hand geben. Wir können uns in diesem System voller Gleichaltriger in Einrichtungen (oder Gruppen von Gleichaltrigen auf Reisen) nicht zurücklehnen und sagen, dass die Kids das schon alleine machen. Klar, sie regeln das alleine. Die Frage ist nur wie.

Wer in dieser aktuellen Gesellschaft sehr gut leben will, muss lernen die Ellenbogen auszufahren und sich nicht in zu tiefe Verbindungen zu begeben, möglicherweise „über Leichen gehen“ lernen, um “nach oben” zu kommen. Wer früh lernt, dass nur kritisiert wird, was sichtbar ist, lernt, dass vermeintlich unsichtbares okay ist. Und wir als Gesellschaft klagen über Mobbing und Bullying in Schulen. Willst du so eine Gesellschaft für deine Kinder?

Wenn wir so eine Gesellschaft nicht mehr wollen, müssen wir uns selbst verändern und unseren Kindern ein Vorbild sein, ihnen einen gesunden Umgang mit ihren Gefühlen vermitteln und vorleben und ihnen Handlungsalternativen aufzeigen, wenn sie Strategien wie physische und psychische Gewalt anwenden, die sie persönlich nicht wachsen lassen.

Wenn die Welt keinen Handlungsbedarf bei psychischer Gewalt sieht, bleibe ich lieber unsozialisiert.

Hinweis: Sobald du dir und anderen gegenüber eingestehst, dass dein Kind auf physische oder psychische Weise Gewalt ausübt (und das ist ganz normal in dem Prozess), werden sich Eltern finden, die auf dein Kind zeigen werden. Wir alle lernen schon früh, dass Schwächen etwas blödes sein sollen und dass diese von dir offen kommunizierten Punkte, sich bestens eignen, um von den eigenen Punkten abzulenken. Perfekt für dich, um zu üben und zu akzeptieren, dass wir alle ein „work in progress“ sind und weder du, noch dein Kind perfekt sein müssen, um akzeptiert zu werden.

Das garantiert andere Vision Board: Warum du mit einem traditionellen Vision Board deine Ziele nicht erreichst & 4 entscheidende Schritte zum Erfolg

Das garantiert andere Vision Board: Warum du mit einem traditionellen Vision Board deine Ziele nicht erreichst & 4 entscheidende Schritte zum Erfolg

Das Vision Board ist ein ideales Werkzeug, um deine Ziele zu erreichen. Doch die meisten machen es falsch. Badum Tsss.

Vergiss also alles, was du über Vision Boards bisher weißt. Das hier ist anders. Mag jetzt überheblich klingen – macht aus Sicht der Neurowissenschaften, der Hirnforschung, aber absolut Sinn. Insbesondere wenn du Bock hast, endlich deine Träume zu erfüllen und ortsunabhängig zu leben, reisen & arbeiten, solltest du dir gründlich anzuschauen, welche Art von Vision Board dich wirklich voran bringt. Geeignet ist es aber selbstverständlich auch für alle anderen Themen in deinem Leben, nicht nur zum Aufbau deines grenzenlosen Business‘.

Was ist ein Vision Board und wofür wird es benutzt?

Das Vision Board wird gern eingesetzt, um Ziele zu erreichen. Es wird ein Platz auserkoren, der täglich gut einsehbar ist, auf dem meist Ziele & Visionen dieses Vision Board-Inhabers visuell in Bildern, aber auch mit Sprüchen dargestellt werden. Manchmal ist es der Hintergrund des Laptops, manchmal eine Tür, ein Poster u.ä. Oft ist es eine aufwendig gestaltete Collage, die üblicherweise all die schönen Dinge zeigt, die sich dieser Mensch für sein Leben innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wünscht.

Wünscht. Wünsche. Da sind wir auch schon direkt am Knackpunkt angelangt: Das normale Vision Board, das so viele kreative Wände schmückt, zeigt nicht mehr und nicht weniger als Wünsche. Es gibt unterschiedliche Ansätze unter den Vision Board Nutzern. Manche senden damit ihre Wünsche „ans Universum“ oder irgendeine andere höhere Macht und möchten so die Erfüllung manifestieren. Manifestation funktioniert auch tatsächlich aus neurowissenschaftlicher Sicht. Aber anders, als sie eingesetzt wird.

Andere möchten durch das Sehen ihrer Collage, ihre Wünsche täglich vor Augen haben, damit sie darauf hin arbeiten können. Auch das funktioniert wie eine Art Manifestation, aber ebenso oft ohne Erfolg.

Vision Board I feel like makin dreams come true

Was ist Manifestation?

Manifestation wird oft fälschlicherweise als eine Art Abschicken eines Wunsches oder einer Bestellung verstanden, der sich dann auf magische Art und Weise erfüllt. Du musst deinen Wunsch, dein Ziel, deinen Traum nur formulieren und er wird in Erfüllung gehen. Das ist das, was Kinder machen, wenn sie an Weihnachten denken. Und das meine ich keinesfalls böse. Dieses Denken ist schön, aber funktionieren kann es nur, wenn man auch den Eltern vom eigenen Wunsch erzählt.

Der Gedanke hinter der Manifestation ist oft, dass das ständige Sehen des Ziels oder des Traumes auf dem Vision Board dazu führt, dass du dein Leben in eine Richtung lenkst, die eine Erfüllung überhaupt erst ermöglicht. Durch selektive Wahrnehmung fallen dir möglicherweise Gelegenheiten und Möglichkeiten erst auf, die du ohne Vision Board und die ständige Erinnerung an dein Ziel, übersehen hättest. Das ist aber leider nur der allererste Schritt und führt nur selten und nur bei leicht erfüllbaren Wünschen tatsächlich zu Erfolg.

Manifestation ist eine Umprogrammierung deines Gehirns. Indem du etwas immer und immer wieder visualisierst, wird es für dein Gehirn erreichbar und scheint nicht mehr unrealistisch. Dein Gehirn kann nämlich deine bloße Vorstellung nicht von der Realität unterscheiden. Was du denkst, siehst, fühlst, wird deine Wahrheit.

Affirmationen gehören auch zum Manifestieren, allerdings werden sie laut gesprochen und haben nicht unbedingt eine visuelle Darstellung. Das laute Aussprechen deines Wunsches, als wäre er schon Realität, wird auch zum Manifestieren eingesetzt. In der Regel dienen Affirmationen aber eher dazu, negative Glaubenssätze über sich selbst in positive umzuschreiben. Sie werden so zu einem mächtigen Werkzeug, allerdings für andere Zwecke eingesetzt als das Vision Board, um das es hier geht.

Warum funktioniert die Manifestation mit dem normalen Vision Board meistens nicht?

Das, was wir Menschen meist mit dem Vision Board machen, ist also wünschen. Wir vergessen (oder sind uns nicht bewusst), dass danach noch ganz viel kommt, das uns erst wirklich weiter bringt.

Oft finden sich Häuser am Meer, lange Reisen, teure Autos, der Geldsegen oder ähnliches auf Vision Boards. Gleichzeitig sitzen wir aber vielleicht in einer kleinen Mietwohnung, arbeiten in einen nervigen 9-5 Job und hangeln uns von Gehaltszahlung zu Gehaltszahlung. Das Haus am Meer scheint unerreichbar. Der Blick aufs Vision Board schmerzt, weil es dir deine Träume fast höhnisch ins Gesicht zurück drückt. Das Foto des schlanken Beach Bodys sorgt nur dafür, dass du dich noch unwohler in deiner Haut fühlst. Motiviert dich das? Manche schon, die meisten tatsächlich nicht. Wenn du wie ich tickst, dann schaust du mit der Zeit einfach nicht mehr hin und bleibst weiter stecken in deinem Leben.

Du realisierst, dass dein Traumleben nicht einfach so zu dir kommt. Doch was kannst du an deinem Vision Board verändern, um die Macht der Manifestation richtig für dich einzusetzen?

Was muss ich stattdessen für ein Vision Board gestalten?

Dein Vision Board muss neu gedacht werden. Denn ihm fehlt ein entscheidender Teil: Wenn du dir nur vorstellst, was du erreichen willst, reicht das nicht, um deine Ziele wirklich zu erreichen.

Denn wer nur träumt, tut meist nicht.

Das ist der Knackpunkt: Es hilft dir nicht, dir nur das schöne Endergebnis vorzustellen. Du musst auch die Arbeit tun, die notwenig ist, um deine Träume zu erreichen. Also all die Zwischenschritte, die auch mal unangenehmen Dinge, die dich der Erfüllung deines Traumes näher bringen, müssen gegangen werden. Damit du sie auch wirklich gehen kannst, kannst du ebenfalls die Macht der Manifestation mit Hilfe deines Vision Boards nutzen, indem du die richtigen Ziele auf deinem Vision Board abbildest.

Vision Board Kick ass

Welche Ziele kommen auf mein Vision Board?

Okay, nimm das Bild vom Haus am Meer oder der langen Reise, auf der du unterwegs arbeiten kannst (oder nur wenig bis gar nicht musst, weil du dir ein passives Einkommen aufgebaut hast) ab oder hänge es zumindest nicht alleine dort auf. Es bringt dich nicht ans Ziel, auch wenn du es täglich anstarrst. Ernsthaft, das alleine hilft dir nicht weiter.

Auf dein Vision Board gehören Bilder von der Arbeit, die du tun musst, um deine Ziele zu erreichen. Du, wie du nachts total übermüdet an deinem Laptop sitzt und dich mit Technik-Gefriemel aufhältst, weil du es können musst, wenn du ortsunabhängig leben willst. Du, wie du dich einliest in Themen, die du benötigst, aber die dir nicht leicht fallen. Du, wie du all die unangehmen, aber notwendigen Schritte gehst. Warum das denn? Man soll sich doch nur positives vorstellen, sonst holt man doch die negativen Dinge in sein Leben, oder?

Fakt ist: Das Leben ist nicht nur sunshine & beach bar. Das weißt du, das weiß ich. Du wirst dich, ob es dir gefällt oder nicht, auch durch die unschöneren Aspekte bewegen müssen, wenn du dein Ziel erreichen willst. Du kannst die Manifestation nun aber für dich nutzen! Wie? Mit diesen vier entscheidenden Schritten:

Die 4 entscheidenden Schritte, mit denen du deine Ziele erreichst

  1. Prüfe deine Ziele, Träume, Wünsche gut. Der Geldsegen einfach so, weil’s schön wär, ist kein geeignetes Ziel. Frage dich, nach was du dich verzerrst, wenn du absolut gar keine Hindernisse zu erwarten hättest. Wie sieht dein Leben dann aus? Was machst du? Wo lebst du? Welche Fähigkeiten hast du?
  2. Überlege und notiere, welche Schritte nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Was musst du tun, damit du dich endlich in Richtung deines Ziels bewegst? Brich all die Schritte auch noch auf weitere Unterschritte runter. Zum Beispiel: Dein Ziel ist ein passives Einkommen, mit dem du sorglos um die Welt reisen kannst. Um das aufzubauen, brauchst du meist ein gewisses Verständnis von Technik. Du möchtest es online realisieren, musst nun also all die wesentlichen Dinge lernen, die dich deinem Ziel näher bringen und auf die du eigentlich so gar keinen Bock hast oder aber von denen du glaubst, dass du sie eh nicht kannst. Bilder, auf denen du diese trotzdem Arbeit tust, kommen auf dein Vision Board.
  3. Visualisiere dir nun immer beim Blick auf diese Bilder diese kleinen, aber notwendigen Schritte. Fühle, wie es sich anfühlt, wenn du dir ein neues Gebiet aneignen musst, auf das du gar keine Lust hast. Wie es dich anstrengt und wie du es tatsächlich trotzdem tust. Wie du die Arbeit tust, die dafür notwendig ist. Indem du das täglich tust, wird das Erreichen dieser Zwischenschritte für dein Gehirn real. Du bist nun in der Lage, die Arbeit tatsächlich zu tun. Du hast es viele Male in deinem Kopf gefühlt und durchlebt. Du weißt genau, wie es sich anfühlt, du bist den Gedanken daran gewohnt und es fällt dir nun viel leichter den vierten und wichtigsten Schritt zu tun:
  4. Mach die Arbeit. Just do it. Du hast dich viele Male gesehen, wie du es tust, du kannst es wieder tun. Diesmal real. Du hältst es nicht mehr für abwegig oder unerreichbar. Du findest dich nun real in der oft visualisierten Situation wieder und sie überfordert dich nicht. Du schließt sie ab und bist einen weiteren Schritt auf dem Weg zu deinem Ziel gegangen. Yes!

Diesen Fehler solltest du unbedingt bei deinem Vision Board vermeiden

Setze dir bewusst kein Datum oder eine Zeitspanne, um dein Ziel zu erreichen. Auch wenn das wirklich sehr oft empfohlen und für einen essentiellen Bestandteil gehalten wird. Oft führt das einfach nur zu Ernüchterung und Demotivation. Insbesondere dann, wenn man so Sachen aufs Vision Board aufnimmt wie „In 12 Monaten Millionär sein“, „in 10 Jahren erfolgreiche Schauspielerin“. Was ist, wenn du nach 5 Jahren Millionär bist oder nach 25 Jahren erfolgreich als Schauspielerin? Das kriegst du gar nicht mehr mit, weil du deinen Traum bis dahin schon lange nicht mehr Ernst nimmst.

Doch hier ist der Clou: Was die meisten nicht wissen, ist, dass es für ein glückliches Leben gar nicht darauf ankommt, ob du dein Ziel tatsächlich erreichst. Whaaat?! Wozu dann das Ganze?

Viele große Befragungen haben sich dem Thema „Glück“ verschrieben, um herauszufinden, was einen Menschen wirklich glücklich macht. Heraus kam, dass es Menschen hauptsächlich glücklich macht, einen Fortschritt zu sehen auf dem Weg zu einem Ziel, das sie erreichen wollen. Fantastisch, oder? Es ist gar nicht das Erreichen des Ziels selbst, das glücklich macht. Wer hätte das gedacht! Es ist das Machen der kleinen Zwischenschritte, das sicht- oder spürbare Vorankommen auf dem Weg zum Ziel. Ein Glückspfad sozusagen! 😉

Dein großes Ziel hat noch dazu den Zweck, dass es dir die Richtung weist. So weißt du immer, welcher Weg dich glücklich durch’s Leben leitet.

Fazit

Dieses andere, neu gedachte Vision Board macht nicht nur, dass du deine Ziele leichter erreichst und am Ball bleibst. Es macht auch noch glücklich. Wenn das mal kein Jackpot ist, dann weiß ich auch nicht…

Zusätzlich gibt dir dieses Vision Board deine eigene Kraft zurück. Auf einmal kannst du aktiv etwas für dein „Glück“ tun und ziehst dich nicht nur selber runter für all die Misserfolge, die du erlebt hast, sondern schreibst nun auch deine Erfolge ganz allein dir und deinen Taten zu.

Hast du schon ein Vision Board? Welche Ziele darauf hast du schon mit seiner Hilfe erreicht?

Dein Ziel ist es ortsunabhängig zu leben, zu reisen, zu arbeiten? Herzlichen Glückwunsch! Mit diesem Vision Board bist du deiner Vision ein ganzes Stück näher gekommen.

Und weil ich grad so gute Laune habe – denn auch mich macht dieses Vision Board seit einiger Zeit ziemlich glücklich – nehm ich dich mit auf den Weg zu einem wichtigen Meilenstein deiner Zwischenschritte zum Erreichen deines Ziels:

Dir schwirrt der Kopf und du hast gar keine Idee oder kein Thema, das dir wirklich lohnenswert erscheint? Die meisten Ideen bekommst du, wenn du losgelaufen bist. Jepp, du startest jetzt.

Wie und warum du das auch schon ohne Idee machen kannst, erfährst du hier:

Im Januar 2023 startete unser 0,- € online Workshop „Zwischen Freiheit und Festanstellung“, in dem wir zusammen mit über 200 Teilnehmern alle Schritte zur eigenen Webseite durchliefen. Trag dich gleich hier in unseren Newsletter ein, wenn nicht verpassen willst, wann der Workshop zurückkommt!

Aber… du hast noch gar keine Business Idee!? Macht gar nix, denn der Workshop ist so aufgebaut, dass du deine Website im Nachhinein auch noch auf dein zukünftiges Online Business zuschneiden kannst

The Real Vanlife: Konflikte im Wohnmobil mit Kindern und 5 Krisen, die du überwältigen musst

The Real Vanlife: Konflikte im Wohnmobil mit Kindern und 5 Krisen, die du überwältigen musst

In dem Moment, in dem du in dein Wohnmobil oder Camper steigst, wird alles gut. Du fährst los und all deine Probleme lösen sich in Luft auf und Konflikte im Wohnmobil gibt es sowieso nicht. Die Sonne scheint dir ab jetzt selbstverständlich aus dem Arsch.

So oder so ähnlich könnte man meinen, dass der Reisealltag im Wohnmobil – auch mit Kindern -, sein müsste, schaut man sich in den Sozialen Medien wie Instagram & Co. um. Strahlende Gesichter, Sonne, Strand, Palmen und glückliche Kinder. Alles läuft reibungslos, alle entwickeln sich prächtig.

Was aber hinter diesen häufigen Darstellungen wirklich abläuft, darum soll es nun gehen:

Keine Konflikte im Wohnmobil? Falsche Vorstellungen durch Instagram, die „Fake-Welt“?

Bei einigen Menschen entwickelt sich aufgrund der Positivität vieler Inhalte eine Aversion (Abneigung) gegen Instagram. Weil Instagram eine „Fake-Welt“ sei, wo alles nur dargestellt und unecht sei. Auf so manchen Account mag das zutreffen, doch das sind aus meiner Sicht die wenigsten. Denn das Problem ist nicht Instagram selbst.

Instagram hatte nie Absicht eine Kopie der realen Welt abzubilden mit all ihrem Konfliktpotenzial. Denn Fun Fact: Instagram war ursprünglich ein Treffpunkt für Bourbontrinker und hieß „Burbn“. Doch diese Geschichte wird an anderer Stelle erzählt. Instagram entwickelte sich zu einer Plattform, auf der die Menschen Momente ihres Lebens in Foto und mittlerweile auch Videoform teilen. Aber auch, wo Unternehmer ihre Dienste anbieten und anderen mit neuem Input helfen wollen, Lösungen für Probleme zu finden.

Mach dir also als allererstes richtig bewusst, dass es noch mehr Leben gibt in einem Familienalltag, als den Teil, den du bei Instagram von einer Familie siehst. Überall, wo es Lachen, Glück und Sonnenschein gibt, gibt es auch Tränen, Verzweiflung und Regen. Genau deshalb gibt es auch bei jeder Reisefamilie, die in die Kamera strahlt, Konflikte im Wohnmobil.

Instagram als echtes Abbild des Alltags?

Wäre Instagram nun aber bei vielen Familien ein Abbild ihren ganz realen Alltags, wäre das schon befremdlich. Warum? Ich zumindest würde mich fragen, wer denn das weinende, verzweifelte, wütende Kind auffängt, wenn man grad beschäftigt ist, es zu fotografieren, um die nächste Insta-Story noch anschaulicher zu gestalten? Für mich ist es ein positives Zeichen, keine Wutanfälle von fremden Kindern in den Sozialen Medien zu sehen, weil ich so wenigstens den Eindruck habe, dass man sich während der instafreien Zeit um das Kind kümmert und nicht die Kamera drauf hält. Ein aus meiner Sicht großer Punkt, warum man so wenig Konflikte im Wohnmobil auf Instagram sieht. Denn Instagram ist nicht das Leben.

Erzählungen zu hektischen Alltagen, miesen Übernachtungsspots, Küchenchaos und ähnliches, findet sich auf fast jedem Account in den Stories, dem wir folgen. The Real Vanlife existiert: Achte mal drauf. 😉

Mein ganz persönlicher Blick auf Instagram

Ich nutze Instagram, um mich inspirieren zu lassen, neue Orte zu entdecken und mit anderen reiselustigen Menschen auszutauschen. Wenn ich mir dort jeden Tag ansehen müsste, wie schlecht es XY geht und wie schlimm alles grad ist, würde ich sehr viel seltener diese Plattform betreten.

Ich umgebe mich bewusst auch nicht gern im Real Life mit Menschen, die überall Probleme sehen, sowieso alles kacke finden und täglich über nichts anderes sprechen, als darüber, wie übel ihnen das Leben mitspielt und wie gut es alle anderen haben. (Nicht verwechseln: Ich helfe gerne Menschen ihre Probleme zu lösen, doch Bock aufs Lösen der Probleme müssen sie selbst mitbringen!)

Es würde mir auf Dauer sehr schwer fallen, mich nicht von den fremden, schweren Gedanken und Konflikten runterziehen zu lassen. Das ist für mich wie Nachrichten schauen. Nur Not und Übel zu sehen. Danach fühle ich mich hoffnungslos, ziellos und sinnlos.

Das neue Leben beginnt – Einzug ins Wohnmobil

Inspiriert wurde dieser Beitrag durch einen Post auf Facebook. Eine Mama schrieb sich von der Seele, dass ihnen so gar nicht die Sonne aus dem Hintern scheint, während auf Instagram alles fröhlich am Strand chillt. Viele Familien reagierten darauf und waren sich einig, dass die Online-Welt eben nicht kein reales Abbild des echten Lebens ist, Konflikte im Wohnmobil absolut normal sind und dass es etwas braucht, um sich in das neue Leben einzugewöhnen.

Konflikte im Wohnmobil - Wendy und Deine Mudda haben Beef
Dunkle Wolken im Paradies

Gib dir Zeit anzukommen

Wieviel Zeit benötigt denn das Ankommen im Wohnmobil? Die Frage lässt sich vermutlich individuell ganz unterschiedlich beantworten, doch im Großen und Ganzen scheinen 3-4 Monate ein häufig genannter Zeitraum zu sein. Interessanterweise auch oft der Zeitraum, den eine Familie benötigt, wenn aus einem Kind zwei werden oder aus einem Paar eine Familie oder auch ein Umzug in eine neue Stadt, um wieder besser klarzukommen. Ist dir das mal aufgefallen? 😉

Dein Umzug ins Wohnmobil ist eine Krise

Richtig gelesen: Du wählst eine Krise, wenn du ins Wohnmobil ziehst. Eine Krise für dein Gehirn. Die entsteht immer, wenn sich grundlegende Dinge verändern, auf die dein Gehirn sicher eingestellt war und die nun einfach nicht mehr gegeben sind. Das passiert eben auch bei Umzügen oder in noch größerem Stil bei Familiengründung, Schwangerschaft usw. Die Folge daraus: Konflikte. Deinem Gehirn ist es egal, ob in einem Haus oder im Wohnmobil. Konflikte im Wohnmobil nimmt es auf die gleiche Art wie in einem Haus. Erstmal!

Nicht nur dein Gehirn erlebt eine Krise, sondern alle Gehirne, die zu deiner Familie zählen. Klingt nach Feuerwerk, oder? Wunderbar 😀

Diese Krisen in verschiedenen Intensitäten kennst du sicher auch von deinen Kindern. Kindergehirne üben diese Krisen auch schon ganz früh, wenn du ihnen nicht den Becher mit der richtigen Farbe gibst. Der Körper nimmt Durst wahr und gleichzeitig taucht eine Vorstellung des Bechers auf, aus dem das Getränk kommen soll oder das letzte Mal kam oder das erste Mal kam etc. Als Eltern wissen wir nicht, welche Farbe sich das Kind vorgestellt hat. Das Kind allerdings schon. Und da es noch nicht weiß, dass du nicht automatisch alles genauso siehst und weißt, wie es selbst, sagt es dir die Farbe nicht unbedingt von selbst. 😀

Ich glaube, wir alle kennen diese Situation und wollten schon so manches Mal an ihr verzweifeln, wenn das Gehirn des Kindes nun einen Plan bzw. eine Vorstellung hatte und dieser Plan im Kopf einfach nicht aufgeht, weil die Becherfarbe eine falsche ist. Genau solche Krisen durchleben wir als Erwachsene nun auch, doch haben wir andere Strategien entwickelt, damit umzugehen und das ganze läuft wesentlich subtiler und leiser ab. Trotz allem, kann es uns gerade am Anfang megamäßig stressen.

Übersetzt auf deine Konflikte im Wohnmobil bedeutet das, dass du dich in deiner neuen Welt erstmal zurechtfinden musst.

5 Krisen, die du überwältigen musst für weniger Konflikte im Wohnmobil:

Krise Nr. 1: Wie funktioniert alles?

Du musst plötzlich an deine Wasserversorgung denken. Viel häufiger als im Leben in einem Haus, in dem dein Wasser höchstwahrscheinlich automatisch aus der Wand kam. Höchstens die Jahresabschlussrechnung hat dich daran erinnert. Ähnliches gilt für Strom. Wird der Strom der Solaranlage reichen? Wo kann ich uns an die nächste Steckdose schließen? Und überhaupt: Wo schlafen wir heute? Finden wir einen schönen Platz? Dürfen wir hier bleiben? Campingplatz oder Freistehen? An all diese neue Themen musst du dich erst gewöhnen und sie in deinen Alltag integrieren. Dieser Mehraufwand kann zu Zeitmangel führen, was wiederum zum Konflikt im Wohnmobil führen mag, weil keiner mehr weiß, wo einem der Kopf steht.

Krise Nr. 2: Wo treffen wir andere Kinder?

Du suchst aktiv nach Spielkontakten für deine Kinder, denn die üblichen Nachbarskinder oder Schulfreunde sind nicht mehr da und die neuen findest du noch nicht. Schau mal in unsere Listen an Freilernerfamilien und Freilernertreffen! Und vielleicht magst du auch zum direkten Vernetzen in unsere Freilerner unterwegs – Telegram Gruppe kommen? Auch diese Thematik kann Konflikte im Wohnmobil provozieren. Manchmal sind es aber wir Eltern, die dem Thema mehr Gewicht geben als unsere Kinder selbst. Wie ich das meine? Das erkläre ich in ein paar Tagen in einem weiteren Artikel.

Krise Nr. 3: Wieso kann ich nicht mehr „weglaufen“?

Deine ganze Lebenssituation ist neu und das dazu auf engem Raum, wo du nicht einfach eine Tür hinter dir zuschmeißen kannst und deine Ruhe hast. Du bist nun gezwungen dich deinen Konflikten IM Wohnmobil zu stellen. In einem Alltag in einem Haus mit mehreren Räumen, womöglich auch noch viele Stunden außer Haus getrennt von deinen Kindern und möglicherweise Partner, hast du ganz andere Konfliktstrategien verinnerlicht, die dich hier und jetzt nicht mehr weiterführen. Im Gegenteil: Hier, in deinem neuen Umfeld, wo du Kids und Partner 24/7 um dich hast, bringen sie das Fass zum Explodieren. Übrigens einer der tollsten Gründe für’s Reisen, weil der stetige Wandel, die Veränderung, wie ein Katalysator für dein persönliches Wachstum wirkt. Wenn du es zulässt.

Konflikte im Wohnmobil
Dicke Luft

Krise Nr. 4: Wo bleib ich?

Du nimmst unterwegs viel mehr Reize auf durch sich immer verändernde Situationen, Orte, Menschen um dich herum. Du bekommst einen Haufen Input und der will erstmal verarbeitet werden. Gerade zu Beginn neigen viele Familien dazu, zu schnell zu reisen. Uns erging zumindest so und wir hören es oft von vielen anderen. Konflikte im Wohnmobil waren so vorprogrammiert, weil wir uns nicht die Zeit zum Verweilen und Ausruhen gaben. Wir hatten noch nicht verinnerlicht, dass wir jetzt so leben und nicht irgendwo „ankommen“ müssen. Dass jetzt tatsächlich der Weg unser Ziel ist. Einfach mal an einem Ort zu bleiben für mehr als 1-2 Nächte und das Erlebte der letzten Tage sacken zu lassen, mussten wir erst üben.

Krise Nr. 5: Wieso lernt das Kind nicht?

Wenn du Kinder im schulpflichtigen Alter dabei hast, die aber keiner Schulpflicht in Deutschland unterliegen, weil ihr ausgewandert seid, dann ist vielleicht auch diese Situation neu für dich.

Vielleicht möchtest du sie selbst unterrichten und merkst, dass es was ganz anderes ist, wenn du anstelle einer Lehrkraft deinem Kind viele Vorgaben machst und es arbeitet nicht wie vorgestellt mit? Hier findet sich sicherlich noch ganz viel Konfliktpotenzial für viele unschöne Stunden im Wohnmobil. Genau deshalb mag ich dir Majka von der Reisefamilie Yafekama vorstellen, die als Ex-Lehrerin einen bedürfnisorientierten Weg zwischen Lehrplänen und Freilernen verfolgt und auch deiner Familie passende Möglichkeiten für euch aufzeigen kann.

Verfolgst du den Weg des Freilernens, dann steckt ihr alle vielleicht auch grad noch in der Deschoolingphase. Diese Phase ist ein möglicherweise anstrengender Prozess und fast schon ein Garant für Konflikte im Wohnmobil, der aber bitternötig ist, um erfolgreich freilernen zu können. Was es mit dem Deschooling auf sich hat, das liest du hier: Deschooling – Essentieller Prozess auf dem Weg zum Freilernen

Und dein ganz normaler Alltag

Dass die erste Zeit im Wohnmobil so manchen ganz schön schlauchen kann, kannst du dir nun sicher gut vorstellen. Das geballte Konfliktpotenzial kommt auf einmal auf dich eingeströmt – zusätzlich zu deinem sonstigen Alltag, den Entwicklungsphasen deiner Kinder und weiteren Sorgen, die du vielleicht grad hast.

Deine Kinder kommen ja trotzdem in die Pubertät oder die Wackelzahnpubertät oder in die Autonomiephase oder tun sich weh oder oder oder. Ob im Haus oder im Wohnmobil. Auch deine Sorgen nimmst du immer mit, egal, wohin du gehst, außer du löst sie auf.

Fazit

Das Vanlife, das Leben im Wohnmobil, ist aus unserer Sicht definitiv nicht geeignet, um vor irgendwas zu fliehen. Wenn du aber Bock hast auf Wandel, nicht nur äußerlich durch neue Orte, neue Menschen, neue Landschaften, neue Erfahrungen, sondern ganz besonders auch innerlich, dann ist es das Beste, das dir wohl passieren kann und du überstehst die ersten Monate unterwegs mit Leichtigkeit (rückwirkend betrachtet 😉 ).

Gönn‘ dir Pausen, bleib‘ einfach mal länger an einem Ort, gesteh dir ein, dass es viele Phasen/Situationen auch im Haus gegeben hätte, atme tief durch und weiter geht’s. Denn es geht immer weiter.

Wie erlebst du die erste Zeit auf Reisen? Wir sind ganz gespannt, ob du auch einige dieser Krisen zu bewältigen hast oder hattest und freuen uns auf deine Worte in den Kommentaren. Vielleicht magst du auch damit der einen oder anderen Familie neuen Mut!

Reisen und Auswanderung finanzieren: Online Geld verdienen lernen & 5 Gründe, warum es nicht bei allen klappt.

Reisen und Auswanderung finanzieren: Online Geld verdienen lernen & 5 Gründe, warum es nicht bei allen klappt.

Online Geld verdienen: Das sich immer wiederholende Gespräch

Wir stehen wieder einmal an einem Strand mit unserem Wohnmobil und kommen mit einem urlaubenden, älteren Ehepaar ins Gespräch. Nachdem der obligatorische Kommentar kommt, dass unser Urlaub ja sicher bald zu Ende sei und ob die Kids sich schon wieder auf die Schule freuen, komme ich kurz ins Stocken. Wird es wieder um online Geld verdienen und Schulpflicht der Kinder gehen? Habe ich grad Lust und vor allem Zeit auf diese Unterhaltung? Nicht selten lautet die Antwort „Ja!“, denn tatsächlich sähe ich gerne kleine Samen in den Köpfen anderer Menschen, die bald in voller Blüte stehen werden und ihnen eine ganz neue Sicht auf die Dinge schenken.

„Nein, unsere Kinder gehen nicht zur Schule, wir sind Freilerner und reisen dauerhaft in unserem Wohnmobil.“, höre ich mich sagen und warte ab.

Für gewöhnlich folgt dann ein weiteres Stocken, aber diesmal bei meinem Gegenüber. Ich kann förmlich hören, wie der Denkapparat angeschmissen wird und immer neue Fragezeichen aufploppen, wenn das Signal gegen eine Wand fährt. Dieses Szenario ist einfach nicht vorgesehen. Passiert dir das auch grad? Im Das große FAQ Unschooling / Freilernen oder auch in unserem Insta Guide beantworten wir dir alle Fragen.

Nachdem ich die wichtigsten Fragen zur Bildung befriedigend beantwortet habe („Ja, sie lernen trotzdem lesen, schreiben und rechnen und können später auch einen Abschluss machen, wenn sie das wollen…“), kommt die Frage der Fragen:

„Haben Sie gut geerbt, dass Sie sich das leisten können?“

Ich verneine wahrheitsgemäß und erkläre, dass wir von unterwegs am Laptop durch echte Arbeit online Geld verdienen. Je nach Altersgruppe der Fragenden steigt dann das Interesse und spezifischere Fragen folgen oder aber es wird abgewunken und lachend gesagt: „Ach, das ist nichts für mich, ich bin froh, dass ich mein Telefon bedienen kann.“

Ominöse Online Arbeit: Wovon leben jetzt also all die Menschen, die es sich einfach leisten durch die Weltgeschichte zu reisen?

Eine pauschale Antwort gibt es hier natürlich nicht, aber sehr viele von ihnen nutzen das Internet und machen diese ominöse Onlinearbeit und können damit online Geld verdienen. Doch was ist das genau? Oft meinen Außenstehende oder Interessierte, dass Menschen in diesem Bereich nicht mit der Sprache rausrücken, irgendwie etwas zu verbergen zu haben scheinen und ihr Geheimnis nicht teilen mögen. Doch meiner Erfahrung nach ist das gar nicht so.

Da es so viele Möglichkeiten gibt, online Geld verdienen zu können, kann die Frage nicht so präzise immer gleich beantwortet werden. Neben der Vielschichtigkeit der Arbeit spielen aber auch noch folgende Faktoren eine Rolle:

  • Fehlendes Vorstellungsvermögen: Gerade ältere Menschen, die nicht wie wir mit einem quietschenden und surrenden Modem aufgewachsen sind, aber auch viele jüngere, sind sich der Möglichkeiten, um online Geld zu verdienen gar nicht bewusst. Sie können sich einfach nicht vorstellen, wie das gehen soll.

    So geht es übrigens auch noch vielen Beamten in Deutschland, die dir die Vorbereitung auf deine Abmeldung aus Deutschland gerne noch spannender gestalten wollen, als es dir lieb ist…
  • Fehlendes Vertrauen in sich selbst: Traust du dir zu online Geld zu verdienen? Fehlt dir die Idee oder das Know-How, wie online Geld verdienen gehen soll? Wenn du ganz ehrlich bist zu dir selbst, glaubst du, dass du es schaffen kannst? Ich weiß, dass du es kannst, doch weißt du das tief in dir drinnen auch?
    Nutze die Kraft eines richtigen Vision Boards (und damit meine ich nicht die mit den schönen Bildchen, die in aller Munde sind!), um deine Ziele und Wünsche auch tatsächlich Realität werden zu lassen.
  • Falsche Vorstellungen zur Selbstständigkeit: Vielleicht warnt dich deine Familie vor der Selbstständigkeit, weil deine Anstellung viel sicherer sei. Hast du diese Warnung mal genau überprüft? Hast du bereits eigene Erfahrungen in der Selbstständigkeit gesammelt, die du nicht wiederholen möchtest? Welche waren das und findest du diese im folgenden Artikel wieder?

Online Job: Der ausführliche Vergleich zu Selbstständigkeit vs. Anstellung

  • Eigene Limitierung: Die meisten Menschen leben schon Jahre in ihrem Denkkasten und der macht das Leben manchmal leichter, aber es entgehen ihnen auch viele Dinge. Zum Beispiel haben viele die Vorstellung, dass man einen Abschluss oder eine Ausbildung braucht, also irgendeine Art „offizielles“ Zertifikat, um erfolgreich online Geld zu verdienen. Es wird sich damit gern selbst limitiert, indem Glaubenssätze hochkommen wie „Ich hab das ja gar nicht gelernt.“ oder „Ich bin Krankenschwester, das geht gar nicht online.“
  • Fehlendes Know-How: Bei mir haben sich früher Schweißperlen auf der Stirn gebildet, wenn ich daran dachte, dass ich eine eigene Website bauen sollte. Einfach bei Instagram einen Account zu machen und loslegen, klingt so viel einfacher, oder? Warum du gerade das nicht tun solltest, erfährst du hier: Dein Online Business mit Social Media starten? 10 gute Gründe das nicht zu tun & die Lösung.
    Ich hatte also null Ahnung von der Materie und keinen Plan, wo ich da anfangen und aufhören muss. Wenn es dir jetzt genauso geht, dann nimm doch an unserem Zwischen Freiheit und Festanstellung Workshop im Januar teil und baue mit vielen anderen & einem erfahrenen Webdesigner deine eigene Website.
  • Geheimnissuche: Du versuchst das Geheimnis, wie andere online Geld verdienen zu knacken. Doch tatsächlich gibt es gar kein Geheimnis. Beim online Geld verdienen kann man fast alles machen, was man auch offline tun kann. Nur anders.
    Wenn es ein Geheimnis gäbe, dann wäre es das, wie man den Mind Shift vollbringt (also das Verändern der Einstellung und Sicht auf das Thema), um zu erkennen, was alles möglich wird und was „anders“ dabei bedeutet.

Online Geld verdienen, aber wie?

Wie ist das bei dir? Möchtest du auch online Geld verdienen, aber bei mindestens einem der obigen Punkte fängt dein Augenlid an zu zucken und du stellst fest, dass es möglicherweise mehr gibt, als du bisher dachtest?

Tatsächlich bin ich der Meinung, kann man in fast jedem Berufszweig online tätig werden. Zwar nicht immer haargenau im selben Tätigkeitsfeld, wie man es gewohnt ist (z.B. in der Altenpflege fehlt logischerweise die räumliche Nähe), aber das eigene Know-How auf diesem Gebiet lässt sich auch kreativ online zu einem Business entwickeln, das den Menschen wirklich weiterhilft und dir ein Einkommen verschafft.

Frag dich:

Wer kennt die Probleme seiner Berufssparte am besten und ist deshalb wie gemacht dafür, zu diesen Problemen Lösungen anzubieten? Ich glaube, das bist du. Aber nur solange du dich wirklich in diesem Berufsfeld zuhause fühlst und du weißt, dein Herz schlägt genau dafür.

Zieht es dich eigentlich in eine ganz andere Richtung? Dann lass uns mal dahin schauen! Doch, wirklich. Auch wenn du meinst, das sei nur irgendein Hobby oder eine brotlose Kunst.

Oder dir schwirrt der Kopf und du hast gar keine Idee oder kein Thema, das dir wirklich lohnenswert erscheint? Die meisten Ideen bekommst du, wenn du losgelaufen bist. Jepp, du startest jetzt. Wie und warum du das auch schon ohne Idee machen kannst, erfährst du hier:

Im Januar 2023 startete unser 0,- € online Workshop „Zwischen Freiheit und Festanstellung“, in dem wir zusammen mit über 200 Teilnehmern alle Schritte zur eigenen Webseite durchliefen. Trag dich gleich hier in unseren Newsletter ein, wenn nicht verpassen willst, wann der Workshop zurückkommt!

Aber… du hast noch gar keine Business Idee!? Macht gar nix, denn der Workshop ist so aufgebaut, dass du deine Website im Nachhinein auch noch auf dein zukünftiges Online Business zuschneiden kannst. Zudem erfährst du im Workshop, wieso deine Idee ganz leicht zu dir kommt, wenn du jetzt schon startest!