Abmelden aus Deutschland – so geht’s richtig!

Okt 12, 2019 | 7 Kommentare

An was ihr alles denken solltet, wenn ihr euch aus Deutschland abmeldet.

Abmelden aus Deutschland ist ziemlich einfach. Doch bist du jetzt obdachlos?
Eine Frage, die wir öfters gestellt bekommen, wenn wir erwähnen, dass wir keine Wohnung mehr in Deutschland haben. Ja, was bin ich jetzt eigentlich? Manche nennen es obdachlos, andere fragen uns ganz direkt, ob wir jetzt noch Deutsche seien. Und dass das überhaupt geht.. sich einfach abmelden… darf man das eigentlich?

Es finden sich viele viele Fragen rund um die Abmeldung im Netz und auch das ein oder andere Märchen befindet sich unter den Antworten. Was muss ich denn jetzt beachten, wenn ich mich abmelden will? Ist es in meiner Situation überhaupt notwendig? Gibt es Alternativen? Finanzamt, Krankenkasse, Familienkasse, Schulamt – was haben die damit zu tun?

Damit ihr nicht die gleichen “Fehler” macht, die leider schon die ein oder andere Familie auf Reisen machen musste und die sie sogar zeitweise dazu gezwungen haben, nach Deutschland zurückzukehren, möchten wir hier die für uns wichtigsten Institutionen nennen, die eure Abmeldung etwas angeht und was es zu bedenken gibt, wenn man eine Weltreise plant.

Die Aufzählung erhebt weder Anspruch auf Vollständigkeit noch Richtigkeit, da sich Gesetze, Verordnungen und Vertragsbedingungen täglich ändern können. Sie soll euch aber als Anhaltspunkt dienen. Nehmt euch mit, was auf eure Situation passt und recherchiert weiter, stellt Fragen oder erzählt, was bei euch geklappt hat oder nicht hier unten in der Kommentarspalte. 

Wie läuft die Abmeldung aus Deutschland ab?

Die geht ganz schnell. Ihr geht zu eurem Einwohnermeldeamt und sagt, dass ihr euch aus Deutschland, genau genommen aus eurer Wohnung oder eurem Haus, abmelden wollt.
Denn nichts anderes ist eine Abmeldung. Ihr meldet euch von eurer gemeldeten Adresse ab und sagt damit sowas wie:

“Diese Wohnung habe ich nicht mehr bezogen und ich werde keine neue Wohnung in Deutschland beziehen”.

Die nette Dame oder der nette Herr kann euch dann nach wenigen Klicks einen neuen Aufkleber auf den Personalausweis kleben, auf dem steht “keine Wohnung in Deutschland” (manchmal auch anders formuliert), wo sonst eure Adresse stand. Fertig.
Doch damit fängt der Spaß erst an und es ist ratsam diesen Schritt erst als den allerletzten vorzunehmen und euch erst den anderen Ämtern und Institutionen zu widmen.

Übrigens könnt ihr eure Abmeldung auch online vornehmen, per Post oder e-Mail einreichen oder persönlich erscheinen. Sieben Tage vor eurem Auszug und bis zu 14 Tage nach eurem Auszug sollte die offizielle Abmeldung stattfinden.

Abmelden aus Deutschland Post

Ein guter Zeitpunkt…

…um sich um alles andere zu kümmern, sind die Monate vor eurem Wegzug aus Deutschland und damit eurer offiziellen Abmeldung. Ihr habt also die Kündigung eurer Wohnung abgeschickt oder euch Mieter oder Käufer für euer Eigenheim gesucht.
Ja ja, ihr lacht. Manche Menschen machen das aber andersherum.

Ohne Meldeadresse steht die Welt Kopf

Diese Erfahrung mussten wir in dieser Phase täglich machen. Was die Leute brauchen sind Adressen. Nach dem Abmelden geht ohne Adresse nichts. Gefühlt. Und bitte offizielle. Für die meisten Menschen ist ein Leben ohne Meldeadresse eh nicht vorstellbar, so dass kaum eine Abteilung auf euren Fall vorbereitet ist. Es lohnt sich in fast jedem Fall in AGBs, Gesetze und sonstige Bedingungen reinzuschauen.

Seid euch bewusst, dass es nur eine Meldeadresse ist, die aber nicht notgedrungen mit eurem “Wohnsitz” oder “gewöhnlichen Aufenthalt” zu tun hat.

Gesetzliche Krankenkassen und Auslandskrankenversicherung

Ob angestellt oder selbstständig: Eure reguläre Krankenkasse oder -versicherung will in den meisten Fällen einen Meldeadresse vorliegen haben. Tatsächlich gibt es aber keine Pflicht zum festen Wohnsitz mit Meldeadresse, so dass euch eine fehlende Meldeadresse zwar das Leben erschweren kann, aber euch nicht in jedem Fall von den Leistungen eurer Krankenkasse ausschließt. Je nachdem, wie euer Status in Deutschland nach eurer Abmeldung sein soll, könnt ihr weiterhin in Deutschland Leistungen in Anspruch nehmen (z.B. wenn ihr in Deutschland für eine deutsche Firma beschäftigt seid und damit sozialversicherungspflichtig) oder aber aus der Beitragspflicht entlassen werden.

Beim Abmelden aus Deutschland und ohne sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gibt es für euch auch die Möglichkeit, gänzlich aus der deutschen Krankenkasse rauszukommen. So wirklich kündigen kann man nicht, da die Krankenversicherung ja in Deutschland verpflichtend ist für alle in Deutschland wohnhaften oder sozialversicherungspflichtigen Personen. Gehört ihr nicht mehr zu diesem Personenkreis, gibt es auch keine Versicherungspflicht mehr für euch. Im Grunde reicht hier eine Mitteilung, dass ihr abgemeldet seid und ausgewandert und eine Kopie eurer Abmeldung.

Trotz Abmeldung noch angestellt sein und versichert?

Ja, es ist sogar möglich weiterhin in einem Anstellungsverhältnis in Deutschland zu bleiben und trotzdem abgemeldet zu sein. Bei dieser Konstellation solltet ihr aber bedenken, dass ihr weiterhin sozialversicherungspflichtig seid und für euch damit die Versicherungspflicht gilt.

Ihr habt aber die Möglichkeit, die gesetzliche Krankenkasse zu kündigen und einen Nachweis über eine Folgeversicherung, die euch auch im Ausland versichert, vorzulegen. Hier gilt dann auch eine Kündigungsfrist. Mir ist bis dato allerdings keine private Auslandsversicherung bekannt, die alle Sozialversicherungen abdeckt, so dass ihr auch im Ausland ohne Wohnsitz als sozialversichert geltet.

Auch Selbstständige können sich abmelden und ihre Firma in Deutschland belassen. Da hier oft nicht alle Sozialversicherungen nötig sind (Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung, Unfallversicherung können wegfallen) wie bei Anstellung, ist eine private Auslandskrankenversicherung als Folgeversicherung oftmals ausreichend, um aus der gesetzlichen Krankenkasse auszusteigen.

Gewerbeanmeldung ohne Wohnsitz? Na klar!

Versicherungsbedingungen beachten

Schaut ihr euch also nach einer Auslandskrankenversicherung oder internationalen Versicherung um, beachtet immer zuerst die Versicherungsbedingungen.

Beispiel: Wir selbst sind über die HanseMerkur Auslandskrankenversicherung (keine Bezahlung für die Erwähnung) versichert. In den Bedingungen steht, dass ein Wohnsitz in Deutschland notwendig sei. Tatsächlich stimmt das auch, gilt aber nur für den Zeitpunkt des Abschluss’ der Versicherung. Hier will die Versicherung lediglich sichergehen, dass ihr Angebot nicht weltweit verfügbar ist, sondern nur einem bestimmten Personenkreis zugänglich ist.

Gerne bestätigen sie euch auch schriftlich, dass ihr euch mit dem langfristigen Verlassen von Deutschland an die Meldegesetze halten solltet und eine Abmeldung nicht den vereinbarten Leistungen im Wege steht.

Nicht jede Versicherung passt zu euch!
Während der Recherche habe ich bei der Auslandskrankenversicherung der BDAE z. B. die Passage gefunden, dass nur Behandlungen erstattet werden, die nicht durch eine von der empfohlenen Schutzimpfungen vermeidbar gewesen wären. Das gilt natürlich nicht nur für eure Kinder, sondern auch für euch selbst.

Beispiel: Seid ihr über 60 Jahre und wollt euch nicht jährlich gegen Grippe (oder Covid) impfen, so bleibt ihr auf den Behandlungskosten sitzen, die entstehen, solltet ihr wegen einer Grippe ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen wollen. Oder eure Kinder liegen ungewöhnlich lange mit einer Magendarmerkrankung flach und ihr wollt zur Sicherheit mal drüberschauen lassen, wobei dann Rotaviren festgestellt werden und schon bleibt ihr auf den Behandlungskosten sitzen, wenn die Kinder nicht gegen Rotaviren geimpft gewesen seid.

In §6 2.m der Versicherungsunterlagen findet ihr diesen Paragraphen.

Also Augen auf!

Muss ich die Abmeldung dem Finanzamt melden?

Auch das Finanzamt will wissen, ob ihr noch in Deutschland gemeldet seid. Das ist allerdings nur von Belangen, wenn ihr Einkünfte aus Deutschland bezieht durch ein Arbeitsverhältnis, selbstständiges in Deutschland angemeldetes Unternehmen, Vermietung o.ä. Dazu benötigt das Finanzamt dann eine von euch bestimmte Person mit Wohnsitz in Deutschland, die als Empfangsbevollmächtigte eure Post empfängt.

Zuverlässige Verwandtschaft oder richtig gute Freunde eignen sich dafür sehr gut. Die Post gilt dann als offiziell an euch zugestellt. 

Wenn ihr verheiratet seid oder in eingetragener Lebenspartnerschaft lebt und sich nur ein Teil abmelden will, dann interessiert das auch das Finanzamt. Je nachdem, wie ihr vorher steuerlich aufgestellt wart, kann sich bei Abmeldung nur eines Partners aus Deutschland die Steuerklasse zu euren Ungunsten verändern. Bevor sich also eine/r von euch abmeldet, solltet ihr mit eurem Finanzamt in Kontakt treten, um zu erfahren, welche Unterlagen sie von euch brauchen.

Wie bekommt man Kindergeld, wenn man abgemeldet ist?

Kindergeld im Ausland ist einer der Punkte, den ihr höchstwahrscheinlich nicht komplett vor eurer Weltreise oder auch Auswanderung klären könnt. Bei uns ging es jedenfalls nicht, da die Familienkasse sehr langsam arbeitet. 😉

Dieses Thema ist wohl für die meisten Familien eines der wichtigsten, daher habe ich ihm einen ganz eigenen Artikel gewidmet, in dem ihr mehr erfahren könnt: Kindergeld im Ausland und auf Reisen.

Banken, Konten und Kreditkarten

Auch hier fordern viele Banken eine Meldeadresse in Deutschland. Bisher scheinen aber noch keine Abgleiche mit den Meldeämtern durchgeführt zu werden, da Banken private Unternehmen sind, so dass die meisten Familien ihre Konten einfach so weiter nutzen können. Es gibt trotz allem auch Banken, die keine Meldeadresse verlangen. Da sich dies schnell ändern kann, mag ich an dieser Stelle keine spezielle Bank empfehlen.

Bedenkt also, dass ihr neue Konten am besten vor eurer Abmeldung eröffnet. Insbesondere dann, wenn ihr eine oder zwei Kreditkarten mitnehmen wollt und noch keine habt. Direktbanken können hier der way to go sein, wenn ihr doch noch von unterwegs ein Konto benötigt.

Was ist mit der Schulpflicht nach der Abmeldung aus Deutschland?

Schulpflichtige Kinder an Bord interessieren das Schulamt und die Schule, auf die sie zuletzt gingen bzw. an der sie angemeldet sind. Normalerweise reicht die Kopie der Abmeldung des Kindes aus Deutschland als Nachweis aus, um aus der Schulpflicht entlassen zu werden.

Manche Schulämter oder Schulen allerdings wollen Schulbescheinigungen der Folgeschule ausgestellt bekommen, was natürlich dann nicht notwendig ist, solange ihr wirklich Deutschland verlasst und euch alle gemeinsam abmeldet. Diese Forderungen darf man getrost ignorieren oder aber bestimmt, aber freundlich reagieren. In einigen Fällen sind diese Forderungen aber leider rechtens, nämlich dann, wenn doch noch die Schulpflicht greift, auch wenn ihr meint, dass das nicht mehr sein kann.

Doch wann sind eure Kinder wirklich nicht mehr schulpflichtig?

Genau dann, wenn laut dem Schulgesetz eures Bundeslandes keine Schulpflicht mehr begründet werden kann. Je nachdem, was das jeweilige Gesetz vorsieht, könnt ihr gemeldet bleiben oder müsst euch abmelden, müsst euer Haus verkaufen, langfristig vermieten oder könnt es einfach so stehen lassen, wie es gerade ist. Habt ihr eventuell vor, in das Haus zurückzukehren? Auch diese Absicht spielt mit rein. Es dürfen sich im Einzelfall dann auch keine Gegenstände der Kinder in der Wohnung befinden, sie müssen komplett ausgezogen sein. Is‘ kacke, is‘ aber so.

Manche Familien möchten nur ihre Kinder aus Deutschland abmelden und selbst in Deutschland gemeldet bleiben. Manche Meldeämter machen das mit. Online soll es noch einfacher sein. Es gibt einige Familien, bei denen es so funktioniert. Wer es aber rechtlich einwandfrei möchte, schaut sich am besten die Gesetze dazu an:

§11 BGB : „Ein minderjähriges Kind teilt den Wohnsitz der Eltern;…“

Wenn ihr es genau wissen wollt hüpft rüber zu Kinder abmelden und erfahrt, wie es funktioniert.

Diese Gesetze haben auch durchaus ihre Berechtigung. Sie sollen u.a. dem Schutz des Kindes dienen, das somit nicht einfach abgemeldet werden kann um z. B. eine Straftat zu vertuschen. Eine Abmeldung des Kindes alleine kann aber trotz allem erfolgreich sein, insbesondere dann, wenn es z.B. bei Verwandten im Ausland gemeldet wird.

Raus aus der Schulpflicht! Findet heraus, wie ihr eure Kids aus den Schulen holt.

Und jetzt viel Erfolg beim Abmelden und wenig Behördenstress!

Welche Erfahrungen hast du bei der Abmeldung gemacht? Erzähl mir davon in den Kommentaren!


Ihr habt noch weitere Fragen zu den Themen Abmeldung und Familie?

Nun gibt es diverse Varianten, wie Familien reisen oder auswandern. Seid und bleibt ihr in Deutschland gemeldet, seid ihr abgemeldet? Bleibt ein Elternteil in Deutschland gemeldet? Seid ihr vom Arbeitgeber entsendet? Habt ihr einen offiziellen Wohnsitz? Seid ihr wohnsitzlos? Seid ihr in Elternzeit? Sind die Kinder in schulpflichtigem Alter? Sind sie zum Reisen befreit oder muss abgemeldet werden? Nur die Kinder abmelden? Zieht ihr ganz in ein anderes Land, also wandert ihr aus? Woher stammt euer Einkommen? Was sagt das Finanzamt dazu?

Mit einer Abmeldung aus Deutschland verändert sich nicht nur für euch ziemlich viel, sondern auch für den Staat. Es wahrer Rattenschwanz zieht diese Abmeldung nach sich und nicht alle Veränderungen habt ihr grad auf dem Schirm oder spielen euch in die Karten.

Um eure Möglichkeiten abzuklopfen, ist eine Auseinandersetzung mit der rechtlichen und steuerlichen Seite leider unausweichlich. Diese Seite sieht nämlich bei jedem von euch total individuell aus, weshalb ich euch die rechtlichen und steuerlichen Grundlagen dazu bestmöglich und leicht verständlich in meinen eBooks zusammengefasst, erklärt und anhand von geltenden Gesetzestexten belegt habe. Mit den enthaltenen Informationen könnt ihr den für euch besten Weg finden und lernt auch, an welchen Schrauben ihr noch drehen könnt, das vermeintlich Unmögliche möglich zu machen.

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Hanna

Hanna

Hanna ist Mama von zwei Kindern und bereist seit 2019 mit ihrer Familie die Welt im Wohnmobil. In ihren Veröffentlichungen auf Webseite und eBook teilt sie eigene Erfahrungen und Herangehensweisen und gibt denen damit Hilfestellungen, die ebenfalls von einem freien Leben träumen. Ganz besonders liegen ihr Lösungsfindungen bei Behördenkontakt, ein Leben ohne Schule und Unabhängigkeit am Herzen.

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7 Kommentare

  1. Andreas

    Zunächst danke für das Teilen eurer Recherchen. Eine Anmerkung zur gesetzlichen Krankenversicherung. Sollte aus irgend einem Grund ein wiedereintritt erforderlich sein, so wurde in der Vergangenheit die Nachzahlung für den gesammten abwesenden Zeitraum fällig (das betraf ua. viele Selbstständige). Möglichwerweise gibt’s bereits Schlupflöcher. Bitte unbedingt vorher recherchieren, bevor es böse Überraschungen gibt.

    Antworten
    • Hanna

      Hallo 🙂
      Danke für die Anmerkung!
      Du hast Recht, es gibt diese Nachzahlungen. Die betreffen, wie du schon sagst, i. d. R. Selbstständige (und andere nicht sozialversicherungspflichtige Personen), die allerdings weiterhin einen Wohnsitz in Deutschland hatten, während sie nicht versichert waren. Denn die Pflicht zur Krankenversicherung für Personen mit Wohnsitz in Deutschland trat erst am 01.04.2007 in Kraft.
      Wer nun vorher und seither trotzdem ohne Versicherung in Deutschland lebte, der Pflicht also nicht nachkam, den holen diese Nachzahlungen des laufenden Kalenderjahres und der vier Jahre davor ein. Alles andere ist bereits verjährt. Die Versicherungspflicht ist an den Wohnsitz gebunden, nicht an die Staatsangehörigkeit, so dass für offiziell abgemeldete Personen, die sich nicht in Deutschland aufhalten, auch keine Versicherungspflicht besteht und somit auch keine Nachzahlungen anfallen, wenn sie zurück nach Deutschland gehen und sich wieder anmelden. Allerdings wird dann je nach Alter ein Gesundheitscheck notwendig und die Kasse kann sich weigern für bereits bestehende Erkrankungen Leistungen zu erbringen. Möchte man das Risiko nicht eingehen, so lohnt sich eine Anwartschaft, sozusagen das Ruhen der Versicherung gegen einen geringeren monatlichen Betrag, der ermöglicht ohne Probleme wieder die alten Leistungen zu beziehen, auch wenn neue Beschwerden dazu gekommen sind. Das lohnt sich dann, wenn man tatsächlich beabsichtigt, nach Deutschland zurückzukehren.
      Manchmal trifft es auch Wiederheimkehrer, die vor dem 01.04.2007 ins Ausland gegangen sind (oder auch danach, aber sich nicht versichert hatten), aber noch in Deutschland gemeldet waren, weil sie z.B. noch ein Haus dort haben. Kommen die nun wieder, müssen auch sie nachzahlen.
      Der Meldestatus und der tatsächliche Aufenthalt sind hier Anhaltspunkte um den Nachzahlungen zu entgehen.
      Sonnige Grüße aus aktuell Spanien!
      ~ Hanna

      Antworten
  2. Nikola

    Hey Hanna, toll recherchierter und super geschriebener Bericht. Wir haben das selbe im Oktober 2019 gemacht und ich hätte mich sehr gefreut, wenn es so eine super Zusammenfassung da schon gegeben hätte! 😉 Alles Liebe aus Portugal, Nikola

    Antworten
  3. Helma Knoll

    Moin aus dem hohen Norden, habe keine Antwort auf meine Frage gefunden, die wie folgt, lautet! Mein guter Freund wird zu Ende diesen Jahres Deutschland verlassen und wieder zurück in die Staaten
    Ziehen. Umgemeldet hat er sich bereits, aber bis wann spätestens muss er nun Deutschland verlassen haben. Gibt es feste Daten ( 1 Woche oder ??? Wochen ).

    Es wäre schön, hierzu eine Antwort zu erhalten.
    Vielen herzlichen Dank.

    Antworten
    • Hanna

      Moinsen!
      Wenn er US-Amerikaner ist, dann hat er eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland und die ist an sein Visum gebunden, nehme ich an. Solange er ein Visum hat und sein Aufenthalt nicht an bestimmte Bedingungen gebunden ist wie zB. einen festen Wohnsitz, kann er sich auch als Tourist hier aufhalten, muss sich aber spätestens nach drei Monaten melden. Erfahren kann er das bei der Behörde, die ihm die Aufenthaltserlaubnis erteilt hat.

      Liebe Grüße in den Norden!
      Hanna

      Antworten
  4. Kathi

    Hi Hannah, danke für den informativen Artikel. Weißt du zufällig, ob es möglich ist andere, private und freiwillige Versicherungen zu behalten, wenn man sich aus Deutschland abmeldet? Oder würde das Folgen haben als Selbständige (Dann mit US LLC)? Hierüber habe ich bisher leider nichts gefunden. Danke und viele Grüße, Kathi

    Antworten
    • Hanna

      Hi Kathi,
      diese Infos gibts in den Versicherungsbedingungen bei der jeweiligen Versicherung oder auf Anfrage. Für manche ist der Wohnsitz in D mit Meldung definitiv ein Muss, für andere nicht, solange es einen Grund gibt oder eine Verbindung zu Deutschland. Du musst auch bedenken, dass nicht jede Versicherung auch Wind davon bekommt, dass du nicht gemeldet bist, aber evtl. Leistungen in Anspruch (wenn du die Beiträge bezahlst) nimmst. Das geht für manche Menschen lange gut und bei anderen nicht.

      Um welche Art von Versicherungen geht es dir denn im Speziellen?

      Liebe Grüße,
      Hanna

      Antworten

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