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Ortsunabhängig arbeiten ist (k)ein Hexenwerk – 5 Ideen für deine Unabhängigkeit

Ortsunabhängig arbeiten

Ortsunabhängig arbeiten mit dem Ziel Arbeitsstunden zu verkürzen bis hin zum passivem Einkommen – das ist unser Weg. Hier stelle ich dir fünf Möglichkeiten vor ortsunabhängig Einkommen aufzubauen. Vielleicht ist ja auch für dich die passende Idee dabei?

Mann, wie mich das genervt hat, wenn Marc morgens um 6 Uhr schon das Haus verließ und abends um 19 Uhr erst wieder zur Tür herein kam. Das war eine wirklich doofe Zeit für uns (damals nur) drei. Eine junge Familie und den ganzen Tag zerrissen.

Unsere Tochter und Marc hatten leichte Probleme eine tiefe, gute Bindung aufzubauen, weil sie sich ja nur am Wochenende zu Gesicht bekamen. Marc hat leider viel verpasst in den ersten Monaten und Jahren als Vater. Sein Alltag unterschied sich einfach enorm von meinem Alltag und auch das belastete unsere Beziehung. Uns wurde klar, dass es so nicht weitergehen kann und wir was ändern müssen, um als Familie richtig zusammenwachsen zu können.

Unser Weg zum ortsunabhängigen Einkommen

Wir kamen zu dem Punkt, an dem wir erkannten, dass uns die Fahrtwege jeden Tag allein schon drei Stunden Familienzeit stahlen. Und dass wir das nicht mehr wollten. Dass wir gemeinsam in den Tag starten möchten, ohne Zeitdruck und Busfahrplan oder morgendlichen Staus auf den Straßen.

Marc arbeitete zu dem Zeitpunkt in einer Agentur in Köln als Mediengestalter und setzte dann alles auf eine Karte. Er beschloss ein winkendes Jobangebot nur anzunehmen, wenn er im HomeOffice arbeiten darf. Und tatsächlich ließ sich die Firma darauf ein und wir verbrachten die nächsten vier Jahre unserer Lebenszeit mit mehr Familienzeit als zuvor. Zum erstmal war ortsunabhängig arbeiten möglich geworden. Und so leicht!

Nun ist das aber noch nicht das Ende unserer Geschichte. Nicht jeder Mensch hat einen Job, der sich ganz easy ins HomeOffice verlegen lässt. Nicht jeder Mensch hat Lust dabei trotzdem weiter „9 to 5“ zu arbeiten. Wir auch nicht. Lebenszeit gegen Geld eintauschen. Das kann also noch nicht das gesamte Geheimnis sein, um ortsunabhängig arbeiten zu können mit dem Ziel auch weniger zu arbeiten oder gar ein passives Einkommen aufzubauen. Wir hatten bis dato ja nur die Fahrtwege abgeschafft.

Ortsunabhängig arbeiten – ein Geheimnis?

Welches Geheimnis eigentlich? Nicht selten entwickeln sich in den sozialen Netzwerken Diskussionen darum, dass man, um ortsunabhängig arbeiten zu können, etwas spezielles gelernt haben müsse. Sämtliche Angebote aus dem Netz seien unseriös oder man könne schlichtweg nichts damit verdienen. Außerdem brauche man dazu einen Haufen Kohle vorweg, um notwendige Technik zu kaufen, spezielle Kenntnisse oder ein bereits gefülltes Bankkonto um sich erstmal „einzukaufen“.

Auch nicht selten bekomme ich den Eindruck, dass auch ein gewisser Neid bei der Bewertung der Arbeit eine Rolle spielt. Es werden Berater, Coaches, Network Marketing Unternehmer, Investment Profis oder Ersteller von Videokursen oder ähnlichem belächelt für die Arbeit, die sie tun. Es sei ja keine richtige Arbeit. So ohne Büro. Ohne Baustelle. Nicht mal ein Ladengeschäft.

Und wer trotzdem dran verdient, der drehe den armen, unbescholtenen Menschen Ware an, die sie nicht bräuchten, verkaufe ihnen Beratung zu Themen, die sie sich selbst anlesen könnten und ziehe ihnen generell die Kohle aus der Tasche. Ganz besonders denen, die in Not geraten sind. Im selben Atemzug bezahlen diese Menschen ihren Bäcker für ihr Franzbrötchen oder ihre Semmel am Morgen, den Architekten für seine Kenntnisse beim Hausbau und ihren Arzt, wenn sie gesundheitlich zu kämpfen haben.

Wo ist also diese seriöse Arbeit, die ortsunabhängig macht und zugleich den Aufbau eines passivem Einkommens ermöglicht? Wäre das alles so einfach, könnte das ja jeder, meinen sie.

Mit einigen dieser Vorurteile möchte ich aufräumen, andere werden sich (teilweise) bestätigen.

ortsunabhängig arbeiten

Thinking outside the box

Für uns ist der Weg ortsunabhängig ein Passiveinkommen aufzubauen ein Prozess. Nichts, das von heute auf morgen stattfindet. Trotz allem haben wir es in der Hand. Das Tempo, die Zeit, die Menge. Alles definiert durch unseren Einsatz. Nach vier Jahren HomeOffice im „9 to 5“-Job war uns auch das genug. Wir verwandelten das HomeOffice in unser OfficeOnWheels und machten uns 2019 mit unserem Wohnmobil auf, um – mittlerweile zu viert – die Welt zu erkunden. In der Vorbereitung gelang es uns noch einmal die Arbeitszeit von acht auf circa sechs Stunden täglich zu kappen.

Was kostet die Welt(reise)? 15 wichtige Kostenpunkte

Zusätzliche Standbeine, um auch in anderen Bereichen ortsunabhängig arbeiten zu können, wollten wir uns aufbauen und kamen lange nicht drauf, wie diese wohl aussehen könnten.

Auch fehlte mir die Abwechslung und berufliche Herausforderung nach mehreren Jahren als „Hausfrau und Mutter“. Wie es so schön heißt. Nicht, dass ich diesen 24/7-Job nicht wertschätze. Ganz im Gegenteil: Ich habe mich damals bewusst dazu entschieden, dass ich zuhause bleiben möchte und das hat sich bis heute nicht geändert. Ich will meine Kinder aufwachsen sehen und für sie da sein und trotzdem ein Einkommen haben. Gerade deshalb möchte ich ortsunabhängig arbeiten. Für mehr Zeit mit meinen Kindern.

Finanzielle Abhängigkeit fühlt sich für mich nicht gut an. Klar, mir gehört alles zur Hälfte und Marc und ich haben auch keine Differenzen, was unsere Ausgaben betrifft. Marc betrachtet das Einkommen, das auf seinen Namen läuft, als unseres. Und trotzdem kann ein Flügelschlag eines Schmetterlings die Welt so verändern, dass dieses Einkommen wegfällt. Und Rente? Glaubt da noch wer dran?

Wie soll die Zukunft aussehen?

Wenn wir also genau so weiter machen, wie wir es heute tun, dann werden wir auch immer noch das haben und das sein, was wir heute haben und sind.

Haben wir als Familie genug Zeit zusammen? Nein.
Gibt es genug Zeit für mich und die Dinge, die ich gerne mag? Nein.
Erfüllt mich unser Leben, wie wir es aktuell leben? Kommt auf die Perspektive an.
Wie werde ich diese Fragen in fünf Jahren beantworten? Werde ich ortsunabhängig arbeiten oder sogar ganz passiv verdienen und dabei noch mehr Zeit für mich und meine Familie haben?

Stepping onto a brand-new path is difficult, but not more difficult than remaining in a situation, which is not nurturing to the whole woman.

Maya Angelou

Fragen an dich:
Hast du genug Zeit, für das, was du gerne tust? Hast du das nötige Einkommen, um so zu leben, wie du es möchtest? Bist du erfüllt? Arbeitest du zwar noch gegen Lebenszeit, dafür schon ortsunabhängig? Und wie wünscht du dir, dass deine Antworten in fünf Jahren lauten?
Was möchtest du konkret verändern in deinem Leben?

Das passende Mindset

Da ist es wieder, dieses Wort. Mindset. Im selben Atemzug hören wir oft Personal Growth, Online Coach oder ähnliche Begriffe, mit denen wir in den sozialen Medien bombardiert werden. Nicht selten haben sich meine Ohren dann abgeschaltet. Deine auch?

Bleiben wir einfach mal beim Mindset. Denn das ist nicht mehr oder weniger als das, was du denkst. Was du über dich denkst, über andere oder ganz allgemein über’s Leben. Darin enthalten sind all deine negativen (und positiven) Glaubenssätze. Glaubenssätze sind Sätze, von denen du glaubst, dass sie wahr sind. Ohne sie je überprüft zu haben. Z. B.: „Ein warme Mahlzeit am Tag braucht der Mensch.“ oder aber auch „Das erreichen nur die anderen.“ oder „Ich hab nicht so ein Glück wie andere.“

Beliebig weiter kannst du das auf all deine Lebensbereiche übertragen und mal schauen, ob du auch dich begrenzende Gedanken über dich selbst, deine Fähigkeiten oder deine Umwelt in dir trägst.

Ich jedenfalls habe so einige negative Glaubenssätze und bin dabei diese Stück für Stück gegen positive auszutauschen. Viele lösen sich ganz von selbst durch die Erfahrungen, die ich sammeln darf auf unserer Reise. Ich glaube nicht mehr, dass nur andere Menschen ortsunabhängig arbeiten und online Geld verdienen können und ich dafür zu ungeeignet bin. Ich glaube nicht mehr, dass meine Fähigkeiten und Expertise auf gewissen Gebieten dafür nicht ausreichen.

Besser formuliert: Ich kann das. Die anderen sind auch nur Menschen. Egal wie erfolgreich sie auf ihrem Gebiet sind; alle sind nicht einfach super intelligent und mit einem Haufen Glück mehr gesegnet als ich.

Wer sind diese Menschen, die ortsunabhängig arbeiten und was unterscheidet sie von anderen?

Sie sind Macher. Sie sind Menschen, die sich nicht von ihren negativen Glaubenssätzen leiten lassen, sondern diese in positive verwandeln und tatsächlich losgehen. Scheitern oder Fehler machen gehört zu ihrem Prozess genauso dazu, wie Erfolg. Mit dem Unterschied, dass sie wieder aufstehen und weitermachen, wenn etwas nicht sofort so funktioniert wie vorgestellt. Sie geben sich nicht geschlagen und reden in der Folge alles schlecht, was bei ihnen persönlich nicht funktioniert hat und deshalb auch bei anderen nicht funktionieren kann. Das Wissen, dass Geld (meist) nicht einfach vom Himmel fällt, haben sie alle gemein.

Besitzt du diese Qualitäten? Bist du bereit Neues zu lernen, Verantwortung für dich und dein Leben zu übernehmen und mit Spaß an deine Arbeit gehen? Stehst du wieder auf, wenn du fällst? Wagst du es, über den Tellerrand zu blicken und möglicherweise eine Freiheit zu entdecken, die du dir so nicht vorstellen kannst?

Genug mit dem Gesülze. Tausendmal habe ich solche oder ähnliche Fragen und Texte gelesen und doch nicht von alten Denkweisen ablassen können. Es hilft aber alles nichts. Nur wenn du bereit bist loszulegen, kannst du herausfinden, ob du es kannst.

Ortsunabhängig Arbeit finden

Mach dich frei von dem Gedanken, dass du, um ortsunabhängig arbeiten zu können, dich irgendwo bewerben musst, eine Anstellung brauchst, eine spezielle Ausbildung nachweisen musst oder bereits so und so viele Jahre in diesem Gebiet tätig gewesen sein solltest. Du bist jetzt frei und machst jetzt deine eigenen Regeln.

Um herauszufinden, was zu dir passt, stelle dir die folgende Frage:

Was kann ich für andere tun? Welche meiner Fähigkeiten und Kenntnisse suchen andere Menschen? Welche habe ich überhaupt? Bleibe nicht auf dem Gebiet stehen, auf dem du eine Lehre, Ausbildung oder Studium absolviert hast. Denke weiter. Was macht dich aus, was kannst du gut, was würdest du gern können? Kannst du das auch ortsunabhängig machen?

Es geht um dich und trotzdem auch um andere. Es geht um andere und wie du ihnen einen Mehrwert durch deine Arbeit bieten kannst, den sie als deine Zielgruppe bereit sind, direkt oder indirekt zu entlohnen.

Hier findest du fünf Ideen, die wir teilweise selbst so umsetzen und die uns jetzt schon ein freies, unabhängiges Leben ermöglichen:

Ortsunabhängig arbeiten – 5 inspirierende Ideen

Beratung / Coaching

Bist du auf einem bestimmten Gebiet sehr bewandert und wirst oft von anderen zu diesem Thema befragt? Es macht dir Spaß mit Menschen in Kontakt zu treten und zu sehen, wie andere mit deinen Tipps Erfolge feiern können? Nutze diese Expertise (und sei offen weiterhin Neues zu lernen) und hilf damit anderen. Du bist in der Gestaltung völlig frei. Erschaffe einmalig Videokurse und pflege die dadurch entstehenden Kontakte in einer Community oder biete 1:1 Beratung am Telefon oder per Zoom an. Veranstalte Online Workshops. Hast du Nischenwissen, um so besser! Was auch immer dir noch alles einfällt. Aber tu es.

Vorteil

Du hast viele Wege offen vor dir, wie du deine Expertise einsetzen kannst. Deiner Kreativität sind fast keine Grenzen gesetzt. Wenn ein Weg sich für dich als Sackgasse erweist, kannst du einfach einen neuen wählen.

Nachteil

Wenn du nicht sichtbar wirst, findet dich niemand und kann auch nicht von deinem tollen Angebot profitieren. Einen Großteil deiner Zeit wirst du anfangs dafür einsetzen müssen, Marketing zu betreiben und die Menschen auf dich aufmerksam machen. Dies kann mit weiteren Kosten einhergehen, wenn du dir die dazu notwendigen Fähigkeiten nicht selbst aneignest. Doch das ist gar nicht so schwer.

Bücher und anderes geistiges Eigentum

Nutze obige Expertise und veröffentliche eBooks oder „echte“ Bücher im Selbstverlag, einem anderen Verlag oder über Plattformen wie Amazon und Co. Auch ich habe diese Erfahrung gesucht und gefunden und ich muss sagen: Ja, es ist Arbeit, aber wer gerne schreibt, wie ich (was ich übrigens erst sehr spät so wirklich über mich herausfand), wird schnell Spaß daran finden, geistiges Eigentum zu erschaffen, dass dir auch noch Monate und Jahre nach der tatsächlichen Arbeit am Buch noch Einkommen generieren kann. Dies gilt übrigens für alle (digitalen) Produkte. Mein Buch findest du übrigens hier.

Vorteil

Ein erstmal geschriebenes Buch ist ein wunderbares Gefühl. Mittlerweile ist sogar der Vertrieb über bekannte Plattformen leicht und (meist) bis zum ersten Verkauf kostenlos. Danach verdient natürlich die Plattform an deinen Verkäufen mit. Auf die Höhe deines Gewinns hast du aber durch Wahl der Plattform und Preis selber Einfluss. An einem einmal geschriebenen Buch kannst du jeden Monat neu verdienen.

Nachteil

Die Arbeit hört nicht mit dem Tippen der letzten Zeile deines Buches auf. Wenn niemand von deinem Werk erfährt, wird es auch niemand kaufen. Du bist daher auf Marketing angewiesen. Dies kannst du aus den Händen geben oder aber selber machen. Zeit oder Geld kostet es jedenfalls immer.

Bedenke auch, dass dein Honorar pro Buch nicht unbedingt in der Größenkategorie ausfällt, wie du es dir anfangs ausmalst. Natürlich verdient die Plattform, über die du es vertreibst oder der Verlag, der es verlegt, bei jedem deiner Verkäufe mit.

Affiliate Marketing

Auch hier nutzt du deinen Spaß am Schreiben und bist nichts anderes als eine Vermittlung von Informationen zu Produkten zwischen den Verkäufern und potenziellen Kunden. Entlohnt wirst du hier indirekt über Plattformen, die dich und Verkäufer zusammenbringen. Für die Kunden entsteht hier kein erhöhter Preis aufgrund des Klickens eines sog. Affiliate-Links, den du auf deiner Website einpflegst.

Vorteil

Theoretisch kannst du von jetzt auf gleich dein erstes Einkommen erzielen. Du musst, sofern du es richtig machst und auch die passenden Fähigkeiten besitzt, nicht warten bis endlich mal genug dabei rum kommt, um davon zu leben. Dein Verdienst ist an deine Leistung, nicht an deine Lebenszeit geknüpft und deshalb nach oben offen.

Nachteil

Besitzt du nicht die notwenigen Fähigkeiten, um z.B. Webseiten zu erstellen, musst du dir diese erst aneignen. Das ist weiter nicht schlimm, kann aber mit Zeit- und/oder Kostenaufwand verbunden sein bis das erste eigene Einkommen entsteht.

Investment

Du hast dir ein bisschen was zur Seite gelegt, das sich vermehren soll? Oder du möchtest „klein anfangen“ und diese kleinen Beträgen monatlich vergrößern? Wenn das dein Ziel ist und du Bock auf Finanzen und Investment hast, pack es an. Ob die viel beworbenen ETF’s noch was für dich sind, die wunderbaren Möglichkeiten mit P2P-Krediten dein Passiveinkommen aufzubauen verlocken oder aber Kryptowährungen – die Investment-Sparte gibt viel her. Auch in Bezug auf Risiko und Sicherheit gibt es einiges zu entdecken, das du bisher vielleicht nicht wusstest.

Vorteil

Ortsunabhängig arbeiten auf diese Art braucht kein Marketing wie die obigen Ideen. Du musst als Person nicht sichtbar werden. Keine möglicherweise lästigen Social Media Kanäle wollen gefüttert werden. Kein Schreiben von Texten wie diesem hier. Eine hohe soziale Anerkennung auf diesem Sektor gibt’s gratis dazu, für die, die es brauchen.

Nachteil

Wer schnell und gut verdienen will, steigt nicht mit kleinen Summen ins Geschäft ein. Eine gewisse Liquidität ist durchaus von Vorteil. Natürlich ist ein Aufbau auch mit anfänglichen kleinen Summen möglich, doch der Weg zu einem ausreichenden Passiveinkommen ist logischerweise länger. um z.B. erfolgreich Trading im Krypto-Bereich zu betreiben, solltest du schon so einiges an Hintergrundwissen haben.

Network Marketing / Multi-Level-Marketing / Empfehlungsmarketing / Strukturvertrieb

An dieser Stelle hole ich etwas aus, denn ich glaube, kaum eine Branche hat einen schlechteren Ruf als diese. Auch ich habe lange Zeit nur verächtlich die Augenbraue hochgezogen, wenn mir jemand (gefühlt aufdringlich in großen Worten) erzählte, wie schnell man damit reich wird.

Schneeballsystem leuchtet da blinkend in grellen Neonbuchstaben in meinem Kopf. Und so kam es, dass ich dieses Thema jahrelang nicht mal mit der Kneifzange anfasste, weil ich einfach gar nicht mehr darüber wusste, als das, was ich glaubte zu wissen: Network Marketing ist das gleiche wie ein Schneeballsystem. Die älteren Mitglieder des Systems bereichern sich auf Kosten der Jüngeren und eigentlich kann man daran nichts verdienen, außer man belügt und betrügt und lockt Menschen, so wie man selbst angelockt wurde.

Doch halt! Ist das wirklich so? Ist das wieder einer meiner Glaubenssätze? Gibt es eventuell tiefgreifende Unterschiede? Warum halten sich diese Firmen teilweise über mehrere Jahrzehnte schon und scheinen vollkommen legal zu sein aus rechtlicher Sicht, wohingegen andere als illegale Schneeballsysteme enttarnt werden?

Woran erkenne ich ein Schneeballsystem und welche Unterschiede gibt es?

Grundfrage für die Abgrenzung ist laut Wikipedia: Würde der Kunde das angebotene Produkt erwerben, selbst wenn er keine Provision für die Vermittlung von Neukunden erhielte?

Erkennen kannst du Schneeballsysteme daran, dass in erster Linie mit einem Verdienst geworben wird, ein Produkt aber nicht in jedem Fall überhaupt vorhanden sein muss. Gibt es ein Produkt, gibt es tatsächlich nur wenige Kunden, die es tatsächlich kaufen ohne Aussicht auf Provision. Illegale Schneeballsysteme brechen häufig zusammen, da potenzielle Neukunden sich gegenseitig warnen oder von staatlicher Seite eingegriffen wurde. Dieser wirklich interessante Artikel von Wikipedia nennt dir noch weitere Merkmale, an denen du ein illegales Schneeballsystem schnell erkennen kannst.

Tatsache: Sehr viele Network Marketing Firmen sind gar keine illegalen Schneeballsysteme, sondern vertreiben echte Produkte und bieten dabei denen, die es möchten, echte Verdienstmöglichkeiten.

Wie findest du die richtige Firma für dich?

Gar nicht. Die Firma findet dich. Denn wenn du nicht selbst höchstpersönlich hinter dem Produkt stehst, das du anderen weiterempfehlen willst, kannst du dir – aus meiner ganz persönlichen Sicht – das ganze auch in die Haare schmieren.

Mundpropaganda ist ernstgemeinte Empfehlung und nicht der Versuch etwas zu verkaufen, das in den Müll gehört. Solltest du bereits einige Firmen kennen, so wähle weise. Frage den Vertriebspartnern Löcher in den Bauch und prüfe das Produkt persönlich. Solltest du noch nicht das richtige, für dich vertretbare Produkt gefunden haben, sei dir gewiss, es ist bereits da draußen.

Vorteil

Du musst dich um nichts kümmern, denn dir wird bereits eine Vertriebsfläche (meist Website) gestellt und kannst direkt starten und direkt verdienen.

Diese Firmen haben erkannt, dass das beste Mittel den Bekanntheitsgrad und die Absätze zu steigern, die gute, alte Mundpropaganda ist. Sie geben nicht riesige Beträge für Werbung aus und sie stellen im Vertrieb nur wenige Menschen an, denn der Vertrieb, das sind die Network Marketing Unternehmer*innen. Und die werden nach Leistung bezahlt, nicht nach Lebensstunden. Aus genau diesem Grund ist es im Network Marketing sogar einfacher als in einer durchschnittlichen Anstellung aufzusteigen und tatsächlich Geld zu verdienen.

Die Firmen mit gut durchdachten Vergütungssystemen (Das sind bei weitem nicht alle!) bilden Teams, in denen sich die Mitglieder gegenseitig helfen und damit der Firma und dem Produkt, um das es geht. Kein Ideenklau zum Nachteil am Arbeitsplatz, keine Intrigen unter Mitarbeitern, wenn’s um Beförderung geht, kein Druck „von oben“.

Du suchst dir deine Teamkolleg*innen größtenteils selber aus, entscheidest aber weiterhin frei über den Aufwand, der betrieben wird und die Zeit, die investiert wird. Und natürlich über den Weg, das „Wie“. Denn niemand zwingt dich Klinken zu putzen, Leuten auf den Sack zu gehen oder Kaltakquise am Telefon zu machen, die ganz nebenbei sowieso verboten ist.

Nachteil

Du wirst temporär soziale Anerkennung verlieren. Selbst liebe Freunde könnten dich für naiv und leichtsinnig halten. Das kann dazu führen, dass du dir selbst nicht mehr zutraust deine neue Aufgabe zu meistern.

Wir alle kennen wohl mindestens eine Person in unserem Bekannten- oder Verwandtenkreis, die bereits im Network Marketing gescheitert ist. Diese Person wird dich finden und dir sagen, welch großer Fehler es ist, zu glauben, dass du mit Network Marketing tatsächlich Geld verdienen kannst.

Doch da stehst du drüber, denn du kennst ja deine Fähigkeiten, du kennst das Produkt, du kennst den Vergütungsplan und bist bereit nicht nur auf den Erfolg zu warten, sondern etwas dafür zu tun. Und damit löst sich dieser Nachteil langsam, aber sicher in Wohlgefallen auf.

Fazit – Ortsunabhängig Einkommen aufbauen

Ja, ja, ja und jawoll.

Was haben alle fünf oben erwähnten Möglichkeiten um ortsunabhängig Arbeit gemeinsam?

  • Sie wollen getan werden. Zurücklehnen und über Nacht reich werden durch ein Passiveinkommen ohne je einen einzigen Finger gerührt zu haben, ist utopisch. Außer du erbst gut. 😉
  • Du investierst wie bei jeder anderen Art von Businessaufbau erstmal in dein eigenes Business, bevor etwas für dich herausspringt. Ob der Kauf von notwendiger Ausrüstung oder Programmen, der persönlichen Testung des Produkts, das du guten Gewissens weiter empfehlen kannst, der Investmentsumme, mit der du einsteigen willst, Hilfe im Aufbau deines Business durch andere Personen oder Firmen oder schlichtweg jede Menge deiner Zeit. Im Übrigen trifft das nicht nur auf ortsunabhängige Arbeiten zu, sondern auch auf fast jede andere Art des Businessaufbaus. Mal sind es Materialkosten, häufig Werbekosten oder Ausbildungskosten.

Worauf wartest du noch? Hast du Fragen? Schreib mir gerne eine e-Mail über das Kontaktformular oder hier unten in die Kommentare.

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